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X. 9, wo es Polybius ungereimt findet, dass die Geschichtschreiber die Fortschritte Scipios in Spanien nicht der xpévoiz des Scipio, sondern den Göttern oder der Tyche zuschrieben. Diese beiden Stellen finden ihre Erklärung aus dem Gesichtspunkte, den er selbst(X. 2) für die Beurtheilung des Scipio aufstellt. Er weist hier geradezu die- jenigen zurück, welche den Scipio als einen rrufn bezeichneten, nemlich, wie sich dieses Wort aus dem gleich folgenden Zusatz: za*l τ πέ*εlο ds¹ Tx‿ραςένι ασ-‿απνιτσοιιτν τοπνισοονναα τ‿ας εαιιος erklärt, als einen Mann, in dessen Leben mehr der Zufall, als der eigene Geist wirke, und vergleicht ihn in dieser Beziehung seines politischen Auftretens mit Lykurg, den man nicht für einen deiαον⁸ετυνι,b, vrk halten dürfe, da er bei seinen politischen Massregeln den Beistand des Orakels mit Rücksicht auf die Menge in Anspruch genommen habe, gerade, wie sich Scipio den Anschein zu geben gesucht habe, als handle er erà iů deiar, exurvoae, während er wirklich mit Eera O1,̈ο ναd mpovolac handelte.—
Wenn sich schon in diesen Stellen ein freier und unbefangener Blick des Polybius in Betreff des Waltens der Götter zeigt, indem er darlegt, wie von geistesüberlegenen Männern die Religion zu politischen Zwecken ausgebeutet wird, so erscheint er noch reflectirender und über allen Aberglauben erhaben in seinen Aeusserungen bezüglich der römischen Verfassung. Vergl. VI. 56. Er erkennt an, dass der römische Staat hauptsächlich durch die in ihm herrschende Vorstellung von den Göttern seinen Halt gewinne, nemlich durch die deuννεαννοir. Allein er spricht nicht davon als von einem in sich selbst sittlichen Hebel, sondern als von etwas auf die Menge Berechnetem, zu dem Zwecke Geschaffenen, diese in Zucht und Ordnung zu halten, was nicht nöthig wäre, wenn der Staat aus Weisen bestände. Bei ihrer Beschaffenheit müsste die Menge, sagt er, durch aiNoς Q⁶i 2ed oxn Se,die zusammengehalten werden; dazu hätte man die Vorstellungen von den Göttern und der Unterwelt, dem Eide etc. ausgebildet; und es sei unklug, sie jetzt zu verwerfen. Er nimmt also an, dass die Götterauffassung bei den Römern eine von vornherein(xπνανο) berechnete, reflexionsmässig gestaltete, zur Beherrschung des Volkes durch religiöse Furcht bestimmte sei, und will auch dieses Princip noch ferner festgehalten wissen, indem er von seiner Zeit sagt, dass sie AX⁴6 G ν Netv ανπααςα.—.
Polybius will also die Götterfurcht, aber nicht um ibrer selbst willen, sondern aus politischen Gründen. Ja er geht hierhin so weit, dass während er die Mythen einer- seits als etwas unsinniges, von knabenhafter Ignoranz Zeugendes verwirft, und wie wir oben gesehen haben, die Historiker, die sie in ihre Erzählung einflechten, darüber tadelt,
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