welche die Cynethenser die Rohheit der früheren Zeit ablegen und sich zur Bildung wenden könnten, und fügt die Worte hinzu: ày xor auote 6 O20⸗ 85 ScUh, wenn ihnen die Gottheit wieder Wohlergehen verleihen sollte, worin der Gedanke klar ausgesprochen liegt, dass, da die Cynethenser durch aceu ihr Unheil herbeigeführt, erst die Gottheit eintreten muss, wenn es ihnen wieder wohlergehen soll.— Ferner sagt er(V. 12), dass die Aetolier den Philipp hätten loben müssen αντι πνουυτπινσ qm·⸗ 60 Deiov 6Gsgelx.— Uad wie hoch er die Wahrheit gegen die Götter schätzt und welch' bedeu- tenden sittlichen Hebel er darin sieht, zeigt der in einem Fragment(VI. 2) ausgesprochene Gedanke, dass Wahrheit gegen die Götter zu lernen ein Antrieb auch zur Wahrheit der Menschen gegen einander sei.
Vor den Heiligthümern der Götter predigt Polybius die grösste Ehrfurcht, und so oft er Entweihung oder noch grössere Verletzung derselben berichten muss, ist er mit Unwillen darüber erfüllt. Vergl. IV. 35, wo er von der Verletzung der Heiligthümer durch den bei ihnen begangenen Mord der Ephoren spricht; ferner V. 9, wo er es nicht einmal gelten lässt, dass die Macedonier durch Plünderung der Heiligthümer zu Thermum für gleiche Vergehungen der Aetolier Vergeltung übten. Und IV. 62, wo er bei der Schilderung der Plünderungen der Heiligthümer durch Scopas diesem vorwirft, dass er nicht nur gegen Menschen, sondern auch gegen die Götter Krieg geführt hätte, kann er es nicht begreifen, dass derselbe nach seiner Rückkehr nicht für einen Frevler, (α εαντκιιρςρ, sondern für einen edlen, um den Staat wohlverdienten Mann gehalten worden sei.— Fast überall nun, wo sich Polybius über die Verletzung der Heiligthümer, über das οeεεν eis ⁵o Detov äussert, erkennt er daran das Zeichen einer Sinnenverwir- rung, eines der vollen Ueberlegung und Denkkraft nicht mächtigen Geistes und gebraucht dabei die Ausdrücke asνοπνινtz,&xovolr, O2,o, AGdvd. s. w. Es liegt hierin ein Beweis für den schon oben aufgestellten Satz, wie nahe das richtig Gedachte und sittlich Gute für Polybius zusammen liegen, ein Beweis für die Kraft des richtigen Denkens, die das Gute schafft, während sobald dasselbe getrübt oder verwirrt ist, sobald 4Dou*rtz eintritt, das Unsittliche daraus erfolgt. Vergl. XI. 4, wo er von der nοσνπνν νν spricht, welche sich in der Zerstörung des Apollotempels zu Thermum durch Philipp kund gäbe; XVI. I, wo er die Wuth schildert, mit welcher Philipp die Heiligthümer in Pergamus zerstörte; XXXII. 25, wo er selbst mit Bezugnahme auf das über Philipp Geäusserte das Verfahren des Prusias gegen die Heiligthümer schildert und namentlich den Widerspruch in der fast grenzenlosen superstitiösen Verehrung derselben einerseits
und der Verletzung derselben andrerseits hervorhebt, in welchem er nur das Zeichen 9


