Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
Einzelbild herunterladen

61

fache Gelegenheit den Schaden wieder gut zu machen. Vergl. X. 37: x△ Pv 5 6 30 nev. An vielen Stellen erscheint die Tyche als das launische, wandelbare Glück, welches mit den Menschen wie mit Kindern ihr Spiel treibt und sich mit seiner Gunst bald hierhin, bald dorthin wendet. So schildert sie Hannibal vor der Schlacht bei Zama aus selbst gewonnener Erfahrung dem Scipio und warnt ihn davor, gerade dessbalb, weil er den Umschwung dieser trügerischen Macht noch nicht an sich erfahren habe, ihr allzu viel zu trauen. Vergl. XV. 6. Dem gegenüber weist Scipio zwar auf die Gerechtigkeit der Götter hin, die nicht denjenigen den Sieg verliehen hätten, welche den Krieg zuerst ungerechter Weise begonnen, sondern denjenigen, welche ihn abge- wehrt hätten; kann aber doch nicht umhin, die Macht der Tyche und ihr gegenüber die menschliche Schwäche anzuerkennen, indem er von sich sagt: Phereiv èè 2xαν τα m TONs 00dev0 Irroy, xxA⁴d rdV 3vπνꝙσφαο⁴αεεςαρά τμρ ⁴α TX(XV. 8). Wie Hannibal dem Scipio, so spricht sich auch der Gesandte des Antiochus den Römern gegenüber über die Unzuverlässigkeit der Tyche aus und mahnt sie, in ihrer menschlichen Schwäche das Schicksal nicht allau viel zu versuchen. Vergl. XXI. 11: xæραα‿αν ουι‿ρευναηοπ, pe Iy r)y May 85eNet-, d&v0⁴πηοοει νꝓτωααςρνονσα Eirs ars. Der Gedanke, dass man dieser Tyche nicht tranen dürfe, kehrt nun besonders häufig wieder. So XXIX. 6 b, wo die Römer gemahnt werden, im Hinblick auf Perseus sich nicht allzu sehr zu überheben, pre 1⁴06 ν0 ioτs:v penèeεrs rar ροσσmνσrτwοαι, und wie es weiter unten heisst, rörs(im Gläck nemlich) päα ie gvavrir rOTn Evvoly Nadvetv. Polybius sucht diese Seite der Tyche so sehr hervorzuheben, dass er eine längere Stelle darüber aus den Werken des Demetrius Phalereus auführt, der das euετ‿νεοννoò der Tyche namentlich an dem Sturz des Perserreiches durch das macedonische gezeigt und die Frage aufgeworfen habe, ob wohl Jemand 50 Jahre früher, selbst wenn ihm ein Gott die Zukunft voraus- gesagt, geglaubt hätte, dass zu dieser Zeit kaum noch der Name der Perser existire, und dagegen die Macedonier herrschten, deren Namen nicht einmal bekannt gewesen wäre. Vergl. auch XV. 15:& τααἀε μιιρνοννπνο ταmmↄ_<cͤßhh. Ebenso ist an das Schwanken und die Willkühr der Tyche besonders gedacht, wenn es(XV. 9) heisst, dass dieselbe niemals einen höhern Kampfpreis, als damals(nemlich vor der Schlacht bei Zama) aus- gestellt habe, ein Gedanke, welchen Scipio in der Anrede an seine Soldaten vor der Schlacht nochmals wiederholt(XV. 10), indem er anerkennt, dass sie sich sowohl hier- hin, als dorthin wenden könne(eie 6dv eoc). Nicht minder da, wo sie mit einem gfaseurts verglichen oder ihr die Thätigkeit des εαᷣεdet zugeschrieben wird, wie 1. 58, wo sie im Kampfe des Hamilkar und der Römer am Berge Eryx als gpaBebrts 8*