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verhängt. So sieht Polybius in der Ermordung der Ephoren, welche den Lycurg in Sparta gewählt hätten, durch den Tyrannen Chilon, die Vollziehung der gebührenden Strafe durch die Tyche und erkennt, ganz abgesehen davon, von wem und wesswegen sie auch diese Strafe erlitten, die in ihrem Schicksal sich darstellende Gerechtigkeit besonders an(IV. 81). Ebenso ist es die Tyche, welche den Philipp und Antiochus, die den unmündigen Ptolemäus Epiphanes aus dem Wege räumen und dessen Herr- schaft an sich reissen wollen, während sie dem Ptolemäus bei seinen Lebzeiten Freund- schaft geheuchelt haben, bestraft. Sie bedient sich der Römer als Mittel zu ihren Zwecken und lässt durch diese an Beiden vollziehen, was sie sich selbst ungesetzlich erlaubt haben; sie richtet die Herrschaft des Ptolemäus wieder auf, während sie die zwei Frevler theils ganz vernichtet, theils mit geringerem Unglücke heimsucht(XV. 20). Auch hierbei hebt Polybius die Gerechtigkeit der Tyche noch um so mehr hervor, als man wohl zunächst versucht wäre, mit ihr zu grollen, sich aber völlig in dem Ge- danken mit ihr wieder aussöhnen mässe, wie sie zum herrlichen warnenden Beispiel für die Nachkommen die gerechte Strafe gefordert habe.
Neben die Tyche treten zuweilen die Götter als mitbeleidigt und strafvollziehend; und an einer Stelle werden Götter und Menschen als zugleich beleidigt und als straf- vollziehend nebeneinander gestellt. Vergleiche XVIII. 37. Polybius spricht hier von dem martervolien Tode des Dicäarch und bezeichnet denselben als dοεοοοσmπν Seny val Tapd Sedy zauls ydy, da Dicäarch überall, wo er gelandet wäre, zwei Altäre, einen der Asueix und einen der IIaoxoz errichtet und darauf geopfert hätte. Nament- lich hebt er aber noch dabei hervor, wie Dicäarch naturwidrig(τ‿ πα †mνπ* gehandelt und desshalb auch athaτν na †ροe is eiaevne ds. Und es bestätigt sich auch hiermit wieder der oben aufgestellte Satz von der in den Begebenheiten waltenden Naturnothwendigkeit.—
Manchmal wird die Rache als eine sich von selbst vollziehende bezeichnet, ohne dass die besondere Wirkung eines Jauνo, oder der rörn dabei angegeben wird, wie es Zz. B.(IV. S1) von Apelles heisst, dass er die Früchte seiner Bosheit geerntet, indem er das Böse, was er gegen Andere ausgedacht, in kurzer Zeit an sich selbst erfahren habe. Auf denselben Apelles kommt Polybius nochmals(V. 28) zurück, wo er die Gerechtigkeit seines Schicksals anerkennt und den Tod desselben als seinem vergange- nen Leben und hauptsächlich der gegen den Aratus geübten Insolenz angemessen be- zeichnet.— Ebenso bemerkt er(V. 96) von dem Aetolier Agetas, dass er in ganz ähnlicher Weise getäuscht worden sei, wie er es selbst oft zu thun pflegte. Und von
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