Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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Schwäche die Grundsätze, die er mit grosser Wärme selbst predigt, verletzt hat. Räumt er doch allerdings in scharfem Widerspruch mit I. 14 u. a. St. selbst(XVI. 14) bei der Beurtheilung des Zeno und Antisthenes den Geschichtschreibern ein, dass sie ein wenig zu Gunsten des eignen Yaterlandes schreiben dürften(εr by Jer Sarae J0d6-ναι ꝓαασαQϑέινπένυννπαπηνσννινeα˙ε οπνν νεκιαέμρόαα eine Behauptung, die er freilich sogleich wieder etwas mildert, indem er hinzufügt, dass sie nicht das Gegentheil von dem behaupten dürften, was wahr sei, da es schon genug Fehler gäbe, in welche die Historiker aus Unkennt- niss ohne ihre Schuld verfielen. Und dass Polybius von diesem hier gemachten Zugeständnisse selbst einigen Gebrauch gemacht hat, wird auch der eifrigste Vertheidiger seiner Wahrheitsliebe nicht zu widerlegen im Stande sein, aber ebenso wenig auch der Gegner desselben tadeln wollen. Es gilt dies namentlich von der Weise, wie er die Verhältnisse der Achäer dargestellt(vergl. Brandstäter p. 6 sq.); allein ein so grosser Bewunderer der Achäer und ihrer Staatsverfassung er auch sein mag, man wird doch keine Stelle aufweisen können, wo er ins Maasslose gerathen wäre. Dass er die Ver- hältnisse manchmal vielleicht zu sehr von dem Standpunkte seines politischen Glaubens- bekenntnisses aus betrachtet hat, desswegen wird man ihn ebenso wenig anklagen können. Hiermit sind die allgemeinen Gesichtspunkte gegeben, von denen aus die Glaubwürdig- keit des Polybius zu beurtheilen sein dürfte. Diese bei der Prüfung des Einzelnen an- zuwenden, ist Sache der Specialkritik.

V. Ansicht des Polybius vom Gange der Weltgeschichte.

Die Grundansicht, welche Polybius von dem Gange der Weltgeschichte hat, ist folgende. Alle Dinge geschehen entweder æτd †o oder xxναέα᷑ N ov, d. h. für unsern menschlich beschränkten Blick. Das zara"oy Geschehende begreifen wir, erkennen wir nach seinen Gründen; das x 6 v dagegen, oder wie es an Hunderten von Stellen heisst, das xaρ⁴εονον, liegt ausser unserer Erblärangsfähigkelt.Aber es geschieht des-