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gräischen Gefilde in Campanien wegen deren Anmuth und Fruchtbarkeit gestritten hätten. Bei der Beschreibung des Bosporus(IV. 43) gedenkt er der Sage von der Jo, und(IV. 59) erzählt er die Sage, dass der alte Herkules, als er Krieg mit den Eleern führte, die Veste Tychos erbaut habe, um sich derselben als einer Burg gegen die Feinde zu bedienen.— Indessen können diese Stellen die Glaubwürdigkeit des Polybius nicht schwächen; wenn man auch die Inconsequenz, welche er sich durch die Aufnahme der Mythen in seine Darstellung hat zu Schulden kommen lassen, tadeln muss.—
Im Uebrigen ist Polybius sehr vorsichtig in der Aufnahme dessen, was er nicht für historisch gewiss hält. So pflegt er in solchen Fällen das Zweifelhafte durch ein hin- zugefügtes εναν oder νoνπ was er auch bei den Mythen gethan hat, anzudeuten. Die Schilderung der That des Cocles z. B., welche er als Ausfluss der altrömischen herr- lichen Institute bezeichnet, beginnt er mit den Worten: K6æ*ανη T-e 2rzt(VI. 55); und ebenso erzählt er den Bau der Brücke über den Hellespont durch Darius bei seinem Zug gegen die Scythen mit den Worten: æε Axpeiov Ladkat axt*re(IV. 43).
Selbst den blossen Schein der Unwahrheit sucht er von sich abzuweisen. So gesteht er(III. 33) ein, dass seine so ins Einzelne eingehende Darstellung den Anschein haben könne, als wenn er ειονπασναοαιιςα σεεά und solche Schriftsteller nachahme, welche ihr Lügengewebe so fein anlegten, dass man ihnen glauben müsse, beruft sich aber auf seine Quelle, die er atiziæᷣtos nennt, nemlich auf die am Lacinischen Vor- gebirge gefundene von Hannibal selbst geschriebene eherne Tafel. Ferner lässt er(IV. 24) den jungen König Cleomenes sprechen, verwahrt sich aber gleich dagegen, als halte er diese Aeusserungen fär von ihm selbst ausgehende Meinungen. Diese seien vielmehr, wie sich der Leser wohl denken könne, seinen Rathgebern, hauptsächlich dem Aratus, beizulegen, wenn er auch als Geschichtschreiber formell, wie ja dies überhaupt geschehe, den König als Urheber derselben gelten lassen müsse..
Ebenso sacht er sich auch von dem Verdachte der Uebertreibung zu reinigen und rechtfertigt seine Glaubwürdigkeit, wo seine Darstellung einen solchen Anschein haben könnte. Man vergleiche z. B., was er(XXXII. S) hinsichtlich der Lobpreisung des Aemi- lius Paulus, den er an Uneigennützigkeit über Aristides und Epaminondas stellt, sagt. Er giebt hier denjenigen, welchen etwa dies unglaublich erscheine, zu erwägen, dass der Geschichtschreiber wohl wisse, dass diese seine Bücher hauptsächlich in die Hände der Römer kommen würden. Diese aber kennten ibre Geschichte sehr wohl und würden
einem Lügner keine Verzeihung angedeihen lassen; und andermbeils werde sich doch 6*


