Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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Timäus darzulegen. Noch mehr hebt er die Wahrheit und die ihr innewohnende Macht XIII. 5 hervor. Die Wahrheit, sagt er hier, sei von der Natur den Menseben als die grösste mit wunderbarer Kraft ausgerüstete Göttin gegeben worden; wenn sie auch zuweilen von allen bekämpft werde, und aller Schein der Wahrheit auf Seiten der Lüge stände, so dränge sie sich doch auf wunderbare Weise in die Gemüther der Menschen ein und zeige augenblicklich ihre Macht, und wenn sie auch eine Zeitlang verborgen gewesen, so sei sie doch durch sich selbst mächtig und trinumphire über die Lüge. Ebenso nimmt er(XXXVIII. 1 d) Anlass, die Nothwendigkeit der Wahr- heit zu erweisen. Er verwahrt sich hier gegen den etwaigen Vorwurf, dass er gehässig gegen die Griechen verfahren, während er doch vor Allem deren Fehler hätte ver- schweigen sollen, mit dem Satze, dass bei allen vernünftig denkenden derjenige nicht als wahrer Freund gelte, welcher freimüthige Rede scheue, und der nicht als tüchtiger Bürger, welcher aus Rücksichten die Wahrheit bei Seite setze. Der Geschichtschreiber aber vornehmlich müsse die Wahrheit über Alles stellen und dieselbe um so höher achten, auf je längere Zeit sich die Ueberlieferung seiner Denkwürdigkeiten erstrecke. In Zeiten der Bedrängniss müssten die, welche Griechen seien, den Griechen in jeder Weise beistehen, sie vertheidigen, den Zorn der Mächtigen von ilmen abwehren, wie auch er gethan; aber, was der Zukunſt überliefert würde, das müsse ohne alle Partheilichkeit geschrieben sein, weil die Leser nicht unterhalten, sondern zum riehtigen Handeln in ähnlichen Fällen belehrt werden sollten. 114 2. Be. Wie Polybius an diesen Stellen die Wahrheit selbst als Haupteigensehlaft der Ge- schichte bezeichnet, so zeigt er durch sein ganzes Werk hin, wieviel ihm daran gelegen sei, nur Wahres zu berichten. Das mag vor allen Dingen daraus hervorgehen, dass er nur solchen Stoff für seine Darstellung gewählt hat, wovon er selbst Augenzeuge gewesen war, oder den er von solchen vernommen hatte. So erklärt er(IV. 2) aus- drücklich hinsichtlich des Anfangs seiner eπτμσeix nicht über die Zeit hinausgreifen zu wollen, in welcher noch Augenzeugen der Thatsachen gelebt hätten, weil es ihm zu wenig zuverlässig dünke, nach den Berichten solcher zu schreiben, welche die That- sachen selbst erst von Andern gehört hätten, also Azosv te ν‿ ρ⁴αᷣεεέν Und ebenso macht er(XXI. 15) darauf aufmerksam, welchen Unterschied es für die Glaubwürdigkeit ausmache, ob man Augenzeuge einer Begebenheit sei oder dieselbe nur von andern gehört habe. Auch in Betreff der geographisch bedeutenden Orte wünscht er, dass die Meisten dieselben aus eigener Anschauung kennten(uτπέ̈επαανα νεπσαανεκαι) oder weim dies nicht möglich wäre, doch eine der Wahrheit möglichst nahe liegende Vorstellung

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