Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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er auf die Gefahren aufmerksam, welche die Meinungsverschiedenheit mehrerer Consuln, die nicht zu gemeinsamem Handeln kommen könnten, bringe.(III. 110.)

III. Plan und Anlage des Werks. Auswahl des Stoffes.

Bekanntlich will Polybius zeigen, wie, wann und wodurch alle bekannten Regionen der Erde unter die römische Weltherrschaft, die er mit der Unterwerfung Macedoniens als vollendet anerkannt, gekommen seien. Durch diesen Hauptplan, über welchen er sich an verschiedenen Stellen ausspricht, ist die ganze Anlage des Werks, die Aus- wahl und Vertheilung des darin behandelten Stoffs und vor allen Dingen die Eigen- schaft desselben als einer Universalgeschichte bedingt. Diese letztere namentlich macht er den Werken anderer Geschichtschreiber gegenüber geltend und rechtfertigt von diesem Gesichtspunkte aus sowohl den genommenen Ausgangspunkt, als überhaupt die Auswahl des gesammten Stoffes. Ausführlich spricht er hierüber II. 37. Er sagt hier, dass er nicht, wie andere Historiker vor ihm, die Thatsachen der Geschichte eines Volkes, etwa der Griechen oder Perser, sondern die Thaten des gesammten bekannten Erdkreises darstellen wolle und bezeichnet als Anfangspuukt der eigentlichen Dar- stellung die Zeit, da einerseits der Hannibal'sche, andererseits der Bundesgenossenkrieg begonnen habe. Bis zu diesem Zeitpunkt hin, wo die idis at νο‧εεανι ετοir beginne, erklärt er von allen Seiten her gleichsam den Boden, auf welchem er sein historisches Gebäude aufrichten will, ebnen zu wollen, und wie er nun bisher die sicilischen und afrikanischen und die mit diesen zusammenhängenden Ereignisse dargestellt habe, so müsse er nun auch die früheren griechischen Verhältnisse beleuchten. Einem etwaigen Anspruche des Lesers, auch auf die früheren Zeiten noch anderer Völker zuräckzugehen, begegnet er mit dem Satz, dass Aegyptens frühere Geschichte genug behandelt sei, und die spätere Zeit keine bemerkenswerthen Katastrophen aufzuweisen habe, wogegen das Volk der Achäer und Macedonier besondere Beachtung verdiene, weil das königliche Haus der Macedonier gänzlich untergegangen, in den Achäern aber eine bedeutende