Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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Stellung. Er spricht zunächst von der schwierigen und schiefen Stellung, welche Mes- senien von jeher im Peloponese eingenommen habe und räth, indem er einen Blick auf die Zukunft dieses Staates und auf die möglicherweise im Peloponnese eintretenden neuen Verwicklungen wirft, demselben, sein Heil im engeren Bündniss mit Arcadien zu suchen. Dass dieses das naturgemässe sei, beweist er dann aus der Vergangenheit beider Staaten. In ähnlicher Weise mahnt er(IV. 74) die Eleer mit eindringlichen Worten daran, dass der gegenwärtige Augenblick für sie der geeignetste wäre, um ihre alte Asylia wieder zu erlangen.*

Eine besondere Beachtung verdienen endlich die zahlreichen Stellen, welche der Belehrung der Feldherrn gewidmet sind. Die Kriegswissenschaft war bekanntlich ein Eieblingsgegenstand des Polybius, was schon aus dem Umstand hervorgeht, dass er Specialwerke darüber verfasst hat. Diese Vorliebe für das Kriegswesen lässt er überall durchblicken; und(X. 32) sagt er es geradezu, dass er sich in seinem ganzen Werke zu Bemerkungen in dieser Hinsicht gedrungen fühle. Ueberhaupt möchte er bei allen sei- nen Lesern ein besonderes Interesse an diesem Gegenstand erwecken, wie er sie z. B. VI. 26 zur Beachtung der Eintheilung und Lagerordnung des römischen Heeres, wovon er grade handelt, anzuregen sucht, wobei er die Frage hinzufügt, ob denn Jemand dem Sechönen und Wichtigen(xρπι αᷣ ναννςα zαν σροα‿α ri E) so entfremdet sein könne, dass er nicht in gewisssem Maasse seinen Geist hierauf richte und sich Kenntniss eines des A6 νν νέμοανς würdigen Gegenstandes verschaffe.

Was nun die Lehren selbst betrifft, so knüpft sie Polybius meistens an die Erzäh- lung eines strategischen Missgriffs oder auch an solche Momente, worin sich besondere Feldherrutüchtigkeit dargethan hat. Vor Allem nimmt er öfters Gelegenheit, die Mittel, und Wege anzugeben, wie sich ein Feldherr heranbilde. So bezeichnet er(XI. 8), wo er die Unfähigkeit der achäischen Feldherrn rügt, in dieser Beziehung eine dreifache Weise: 1) die Lectüre der Geschichtswerke und die daraus geschöpfte Erkenntniss, 2) wissenschaftlich systematisches Stadiam oder die Instruction in dieser Beziehung erfahrener Männer, 3) eigne Erfahrung und Uebung d. h. Praxis. Dieselben Punkte führt er(IX 12) an, wobei er jedoch tiefer auf das Einzelne eingeht und namentlich ein- zelne Zweige der theoretischen Bildung, wie die astrologischen und mathematischen Studien hervorhebt. An dieser letzten Stelle erörtert nun Polybius besonders genau in einer Reihe von Capiteln alles das, worauf ein Feldherr zu achten habe. Er geht von dem Satze aus, dass die meisten Erfolge durch Klugheit und gute Benutzung der Zeit- umstände erreicht, aber im Ganzen mehr Fehler gemacht, als richtige tactische Maas-