= 25—
die Betrachtung der Staatsverfassung ans Herz, die er nicht nur für einen wesentlichen Theil der Geschichte, sondern vor Allem den e Aꝓ‿νν ꝙτν CxJna, bei der Leitung und Ordnung der Staatsverhältnisse für dienlich hält.—.
An andern Stellen z. B. III. 12 zeigt er, wie nothwendig es sei, die Gesinnungen derjenigen zu prüfen, welche Frieden oder Freundschaft schlössen, und zu unterschei- den, ob sie bei einem solchen Schritte den Zeitumständen nachgäben oder aus innerer Ueberzeugung handelten, damit man wisse, wie man sich denselben gegenüber zu ver halten habe. Besonders sind es aber die Bilder der einzelnen grossen Männer, welche er den Staatsmännern zur Belehrung vorhält.— So schildert er(IX. 9) in vergleichender Weise den Epaminondas und IHannibal und zeigt, wie beide in ähnlicher Lage gehan delt, fügt aber besonders hinzu, dass er dieses nicht um der Römer oder Carthager willen erwähnt habe, sondern um der jetzt und künftighin den Staat lenkenden Männer willen(iouεενμᷣν za bsrA ara LSMGvGVY xs 4Tots Teοενν r5ꝙ% OLvA rA?ei), damit sich diese die Thaten jener vor die Seele stellen und Vorsicht, sichern Muth und Scharfblick daraus lernen könnten.—
Noch wichtiger und belehrender aber hält er die Betrachtung derjenigen Persön- lichkeiten, deren Charakter sich in besonders interessanter Weise entwickelt hat, wie er z. B. VII. 12 an Philipp die Folgen sowohl seines früheren als seines späteren Be- nehmens als— Svaxνεσασρ ο εαακρα⁴ιꝗεενα zur Belehrung der Staatsmänner bezeichnet.
Aber nicht bloss an die Staatsmänner wendet sich Polybius mit seinem Rathe, son dern auch an die Könige und Staaten selbst.— Ersteren hält er(VII. 14) von den verschiedenen Rathschlägen, welche Philipp von Aratus und Demetrius erbält, ausgehend vor, wie wichtig die Wahl guter Rathgeber, namentlich für junge Könige sei, wie deren Wohl und Wehe davon abhänge, und doch oft mit unbegreiicher Nachlässigkeit dabei verfahren werde.— ai
An einer andern Stelle(V. 90), wo er bei Erwähnung der Spenden, welche Rhodus nach seinem Unglück zu Theil geworden, die Geringfügigkeit der Geschenke der Könige seiner Zeit an die Städte mit der Liberalität der früheren Könige vergleicht, zeigt er, dass zwar vormals das freie Griechenland einen Halt an den Nachfolgern Alexanders gefunden habe, jetzt aber, wo diese in Verfall und Armseligkeit versunken seien, es vergeblich sein würde, an ihnen eine Stütze zu suchen, welche man nur bei den Römern finden könne.
Wie er sich hier an das gesammte Griechenland wendet, so ertheilt er(IV. 32) den
Messeniern insbesondere Rath in Betreff der von ihnen einzunehmenden politischen — 4


