Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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für die Sieger, die nicht durch allzugrosse Härte und Uebermuth die Bitterkeit und den Hass der Besiegten allzuschr steigern sollen(IX. 10); ferner Besonnenheit und Vor⸗ sicht(VIII. 23, XVII. 23), an welcher letzteren Stelle er die Nichtbeachtung des schö- nen Epicharm'schen Spruches von der Besonnenheit und dem Misstrauen rügt; ebenso, Klugheit,(II. 7, XI. S). Auch zur Tapferkeit und zum Kampfe für das YNater-, land sucht Polybius den Leser zu begeistern, zwar nicht unmittelbar durch Aufforderung- zu dieser Tugend, sondern mittelbar durch die Art und Weise, in welcher er manche Begebenheiten schildert. Das gilt z. B von der Schilderung der gallischen Kriege (II. 35), deren Ausführlichkeit er damit rechtfertigt, dass eine genaue Betrachtung der- selben diese Barbaren weniger furchtbar erscheinen lasse und die Besorgniss vor ähn- lichen Einfällen derselben benehme Denn wer diese Kämpfe genau kenne, meint er, den werde keine Macht abschrecken, für sein Vaterland das Aeusserste zu wagen, wie ja auch die früheren Kämpfe, welche Griechenland gegen die Barbaren bestanden habe, den Heldensinn und die Kampfesfreude erzeugt, mit welcher später um der allgemeinen Freiheit Griechenlands willen gekämpft worden wäre.

Ueberhaupt aber sucht Polybius an vielen Stellen seine eigene sittliche Anschauung, von der wir noch näher zu reden haben werden, auch in seinen Lesern hervorzurufen, und zwar nicht nur auf mittelbare Weise durch die Art, wie er die Begebenheiten er- zählt, sondern in directer Aufforderung. So kritisirt er z. B. XXX. 4 die Rede des rhodischen Gesandten Astymedes im römischen Senat auf die schärfste und schonungs- loseste Weise, bezeichnet sie als eines avie ονιραι durchaus unwürdig und sucht das Missfallen der Leser daran zu erwecken(ς ο 2ee Sxεεσπꝙαεανμν). So warnt er (IV. 27), nachdem er die Frevelthaten der Aetolier und vergleichend die der Lacedä- monier dargelegt hat, vor Nachahmung eines solchen EMox*iᷣ rανννεεiες, der für beide Staaten die Quelle so vieler Unglücksfälle, sowolil im Privat-, als im Staatsleben ge- worden sei. In ähnlicher Weise wendet er sich mit Unwillen(XIII. 3) gegen die im Staats- und Kriegswesen immer mehr überhandnehmende 22⁴κρσανν νν, indem er in dieser Beziehung eiue Vergleichung mit der früheren besseren Zeit anstellt.

Polybins hat nun bei Ertheilung seiner Lehren oder Rathschläge, mag er sie gera- dezu direct aussprechen oder auch in die Form eines Tadels kleiden, hauptsächlich die Staatsmänner und Feldherrn im Auge, wenn er es auch nicht gerade überall ausspricht. Dagegen fehlt es auch nicht an Stellen, wo er sich an diese ganz besonders wendet. Ir nennt sie gewöhmlich px,εμπηνπσνυοι⁴ενεάα, del d Tꝓανρ αeησ εε ο oder ꝓοο

evot oder ar zoreder giser Tei0,vrec u. s. w. So legt er ihnen namentlich(III. 118)