Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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die zweite empfiehlt, da sie den Menschen ohne eignen Schaden zum Richtigen führe, so liegt in den Worten gsra˙εα πρν εꝓτν offenbar die Gewinnung einer richtigeren auf richtiges Urtheil basirten Lebensanschauung. Und ausser Zweifel stellen dies die letzten Worte des Capitels, in welchen Polybius den Schluss aus dem vorbergehenden zieht, dass die e darn aldeia de A-ny Bioy die Erfahrung aus der pragmatischen Geschichte sei, da diese ohne eigenen Nachtheil zu jeder Zeit und unter allen Verhältnissen die Unterscheidung roò Bexrtovoc an die Hand gäbe. Vergleiche auch XXIX. 6 b, wo wir ebenfalls den Gedanken der Erziehung durch fremde im Gegensatz zu den an sich selbst erfahrenen Arua antreffen. Vergleiche ferner III. 7, wo ν6 nichts, als Belehrung bezeichnet, wie VII. 12. 31G₰ οασ⁵Qα, und XXXVIII. 1 d, wo das oνere dens⸗ do5odar ganz im Gegensatz zu dem ratg dνο répneada gebraucht ist, also offenbar auch keinen andern Sinn, als Belehrung in sich schliesst. Ebenso XI. 18 a, wo er wiederum auf die Erforschung der Ursachen und das Eingehen in die Pläne der Handelnden dringt und den Gegensatz des dxσνεi gegen das Surνννννεενν(ergötzen) her- vorhebt und mit dem Satze schliesst, dass υιανα⁴ 4 εεμ½ñðõOᴵ0e ckdre ExdervOvO EXvON TOD; GvEPiPrAvovras, dass also vor Allem eine wohlgegliederte Darstellung dem Leser nütze. An einer andern Stelle(II. 61) scheint Polybius unter dem d οεοσεαά allerdings mehr die sittliche Veredlung zu verstehen. Er beurtheilt hier den Pylar- chus, und indem er demselben vorwirft, dass er einerseits das Unglück der Manutineer mit zu grellen Farben male, andrerseits edle Handlungen, wie die der Megalopolitaner durchaus mit Stillschweigen übergehe, wirft er die Frage auf, ob denn der Zweck des Sοοοασνενραι ddurch Erzählung edler Thaten weniger, als der Verbrechen erreicht werde. So spricht er auch an vielen Stellen von der ευση⁶εσπάι m᷑ν(VII. 14.) und von der dενασ pτ‿έν εο!lαμνναανν⁴αρν(III. 118). Die vielen einzelnen Lehren, welche er giebt, sind mannigfachen Inhalts. So mahnt er(I. 72) beim Fassen von Entschlüssen nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die Zukunft Rücksicht zu nehmens namentlich aber zeigt er(II. 4) am Beispiele der Aetoler, dass man' nicht über Zukünf- tiges, wie über Geschehenes urtheilen und keine bestimmte Hoffnung hegen, sondern im Bewusstsein der menschlichen Schwäche auf alle möglichen ganz unerwarteten Unglücks- fälle gefasst sein solle. Und denselben Gedanken führt er noch specieller(VIII. 23) aus, wo er an dem Beispiele des Achäus die menschliche Nichtigkeit zeigt und vor unbesonnenem Vertrauen und Ueberhebung warnt. An andern Stellen empfiehlt er Mässigung, sowohl für Belagerte, die sich hicht durch allzulange fortgesetzten hart- näckigen Widerstand den Weg zur Gnade des Siegers abschneiden(I. 88), als auch