Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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keit der Oecoονεεα τν ατ nahezulegen sucht, sowie XII. 25 b. Eine besondre Beachtung verdient noch XXII. 22 a, wo er ebenfalls wieder auf die Wichtigkeit der obigen Unterscheidung aufmerksam macht. Indem er hierbei von der Betrachtung der Ur- sachen des Krieges gegen Perseus ausgeht, und die unrichtige Ansicht seiner Vorgänger in Betreff derselben darlegt, bezeichnet er allgemein als Quelle solcher schiefen Ansich- ten die Vermengung der Begriſfe νπαααισ, airlæt und ρκ, legt die Unterschiede derselben an der Entstehung dieses Krieges dar und schliesst mit dem Satze, dass Philipp den Gedanken desselben gefasst und Perseus ihn aufgenommen habe.

Was nun Polybius an den eben behandelten Stellen seinen Lesern ans Herz legt, das hat er durch sein ganzes Werk hindurch selbst streng befolgt. Ueberall forscht er nach den Gründen der Begebenheiten und der gewordenen Zustände, und da ihm die Weltgeschichte ebensowohl die Verwirklichung des Denkens der Personen und Völker, als das Werk der οs ist, so kommt er stets auf diese beiden Momente zurück. Er verfolgt die Fäden der Entwickelung da, wo es ihm seine menschliche Einsicht erlaubt, bis tief in den Geist der handelnden Personen zurück und legt dar, wie hier die Pläne, wodurch die bedeutendsten Wirkungen hervorgerufen werden, entstehen und reifen. So zeigt er(I, 20), wie zur Zeit des ersten punischen Krieges in den Römern die Rich- tung auf das Seewesen, die ihnen bisher ganz fremd geblieben war, hervortreten musste und wirklich hervortrat, und bewundert dabei die Grossartigkeit eines solchen Begin- nens. Vergl. auch I, 59. Da, wo er den Machtzustand der Achäer mit begeisterten Worten schildert,(II, 38) bezeichnet er die Tugenden dieses Volkes, namentlich seine Gerechtigkeit und Humanität als die Ursachen desselben. Wie weit er die in dem Geiste der einzelnen handelnden Personen vor sich gehende Schlussfolge ergründet, zeigt die Stelle(III, 15), an welcher er die Vortheile, welche Hannibal von einer ra- schen Eroberung Sagunts erwartete, sowie die Uebereinstimmung der wirklichen Ge- staltung mit der richtigen Schlussfolge im Geiste des Helden darlegt. Hiermit ver- gleiche man noch V, 108, wo Polybius ebenfalls tief auf die ianern Gründe, aus welchen Demetrius handelte, eingeht.

Die Pläne der handelnden Personen bezeichnet Polybius selbst dann, wenn er nur seine subjective Meinung darüber zu äussern wagt. Man vergleiche IV, 6, wo er die Absicht des Antigonus bei der Besitznahme der Stadt Orchomenos angibt. Es ist aber alles dieses aus der historischen Grundanschauung des Polybius zu erklären, vermöge deren er den Hauptantheil an der Entwicklung der Ereignisse den handelnden Personen zumisst und glückliche wie unglückliche Erfolge von planmässigem oder verkehrtem