Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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Historiker ihre Werke überfüllt haben, ausscheidet, so bedingt auch die Wahl des Stoffes nicht minder den Pragmatismus. IX. 2. 2 e Haben wir hiermit im Allgemeinen die Darstellung des Polybius als pragmatisch bezeichnet, so wollen wir nun im Einzelnen auf die Eigenthümlichkeiten derselben eingehen. Vor allem characterisirt sich das Geschichtswerk dadurch, dass Polybius nicht blos die Begebenheiten erzählt, sondern überall ihren Zusammenhang nach Ursache und Folgen darzulegen sucht. Hierin erkennt er den eigentlichen Werth der xνπνννακνete und ein Werk, welches dies Moment nicht beachtet, hält er dieses Namens nicht würdig. Die Wichtigkeit der Erforschung der Ursachen und Gründe der Begebenheiten hebt Polybius an vielen Stellen hervor. Vor Allem aber sucht er sich mit dem Leser über den richtigen Begriff dieses Verhältnisses zu verständigen und einer Vermengung der verschiedenen Vorstellungen, welche die Wörter, Grund, Ursache, Veranlassung, Vor- wand etc. herbeiführen könnten, zu begegnen. Zunächst gibt ihm die Betrachtung der Wichtigkeit, welche er der Belagerung Sagunts beilegt, Gelegenheit dazu(III. 6 u. 7). Er widerlegt hier zunächst diejenigen, welche diesen Schritt Hannibals als atriat des Hannibalschen Krieges bezeichneten, indem derselbe vielmehr als eνρ anzusehen sei. Hieran knüpft er eine genaue Erörterung des Begriffsunterschieds von airiz, νυρόχασν /nnd d an, und begründet die von ihm gemachten Unterschiede durch eine Reihe histori- scher Beispiele. Am Schlusse dieser Erörterung kehrt er wieder zur Wichtigkeit des Satzes, von welchem er ausgegangen war, der Erkenntniss der Ursachen der Degeben- heiten, zurück. Dem so wenig ein Arzt die richtigen Heilmittel anwenden könne, wel- cher nicht die Ursachen der Krankheit erkenne, so wenig könne ein awie ouuube (d. h. ein solcher, welcher sich mit Staatsgeschäften abgibt), der nicht zur Erkenntniss der Gründe einer jeden Begebenheit durchdringe, in seinem politischen Handeln das Richtige treffen. Gerade je unscheinbarer die Gründe wären, je grössere Gewichte an den kleinsten Fäden hingen, um so nothwendiger sei die Deachtung derselben, denn am leichtesten sei es, Gegenmittel anzuwenden, so lange eine Entwicklung in ihren Aufängen begriffen sei. Will also, meint Polybius, ein Staatsmann einer viel- leicht zum Nachtheil des Staates hervortretenden. E rscheinung begegnen, so muss er vor Allem die Keime derselben erkemnen, und den richtigen Blick hierzu gibt ihm die Erkenntniss der Geschichte. Ebenso belehrt Polybius an andern Stellen seine Leser in dieser Hinsicht, Vgl. IV. 13, wo er den Unterschied zwischen alrtz und aνοντν einer- seits und apyt andrerseits hervorhebt; ferner VI. f, wo er ganz besonders die Wichtig-