Aufsatz 
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
Entstehung
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will. Diese Belehrung, namentlich der Feldherrn und Staatsmänner, welche er als den wesentlichsten Hebel für das Wohl eines Staates ansieht, soll eben hervorgehen aus einer richtigen Erkenntniss und Würdigung der Thatsachen und Begebenheiten nach ihrem Zusammenbhange. Denn da der Leser an denselben sich den Massstab für sein eignes Handeln abnehmen soll, so muss er die Entwickelung der Thatsachen genau verfolgen, und zurückgehen bis in die Werkstätte, wo sie angelegt sind, mag diese nun der Geist einer einzelnen handelnden Person oder eines Volkes, oder etwas tieferes über die Möglichkeit menschlicher Erkenntniss hinaus liegendes sein. Gerade aber das Gewicht der einzelnen handelnden Personen in der Weltgeschichte und dem gegenüber die Betheiligung einer unbestimmten Tyche, deren Dazwischentreten der Mensch nicht bemessen kann, an der Gestaltung der Geschichte, und zwar in erster Beziehung das Vernunftgemässe und Vernunftwidrige und damit Gute und Schlechte dem Leser zur Erkenntniss vorzuhalten, ist dem Polybius Hauptsache. Er will überall nachweisen, ob in der Entwickelung der Thatsachen der 6 ο geherrscht hat, oder die roxνn und in erster Hinsicht zeigen, dass da, wo eine Person oder ein Staat zaτσα»6% gehandelt, gewöhnlich auch ein gutes Resultat erzielt worden ist, wogegen οmλ und eνρια zum Schlimmen geführt haben; in zweiter Hinsicht, dass da, wo die royn den Verlauf an- ders gestaltet, als die Berechnung der handelnden Person war, deren Verantwortung aufhört. Diesen Gegensatz, den wir unten noch näher darlegen werden, soll der denkende und aus der Geschichte Belehrung ziehende Leser erkennen, damit er im eigenen Handeln stets den àε ,ο zur Richtschnur nehme, also zara ⁵y oder wie Poly- bius an sehr vielen Stellen sagt, vovε*εςα aꝓιμαρσαςα handele, aber auch erkenne, dass er in seiner menschlichen Schwäche(&vbgero 6vr) gar häufig einer höhern zwi- schen seine Pläne tretenden Macht weichen muss. Und grade das ist es, worin wir das Grundwesen des Pragmatismus, den ουνQσ aruαες, erkennen müssen. Freilich wird eine solche Anschauung erst dadurch klar, dass sie in der engen Verkettung der Ereignisse einer ganzen historisch-denkwürdigen Periode sowohl nach Gleichzeitigkeit, als Aufeinanderfolge gezeigt wird, namentlich dass alle Ereignisse unter dem Brenn- puncte einer sie zusammenfassenden Grundidee vorgeführt werden, als welche im Po- lybius die Nothwendigkeit der Herrschaft Koms über die gesammte Erde hervortritt; und insofern ist auch das Universalhistorische ebenfalls ein Moment des Pragmatismus. Und endlich indem nun der Geschichtschreiber in Festhaltung dieser Idee den eigent- lich historischen zur Begründung derselben dienenden Stoff auswählt, und anderes, was zur blossen Unterhaltung dient, wie Mythen und Geschichtchen etc, womit andere

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