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Epiktets mit dieſer Lehre, wie gerade die religiöſen Vorſchriften. Die Duldung in Leiden, die Enthaltſamkeit und Mäßigung in Freuden(Cap. X), das beſtändige Vertrautſein mit dem Gedan⸗ ken an die Unannehmlichkeiten des Lebens, die Beſcheidenheit, die Schamhaftigkeit und Zucht, die vom Weibe verlangt wird(Cap. XL.), die Freude über das Glück unſerer Nebenmenſchen(Cap. XXV: al uεν mἀeνρα τπνπ ον, Iaioειν οε det, ört Sruxen Lau⁴ντισν xεν), ſelbſt die Liebe und Sanftmuth(r0 sSxer*) gegen die, welche uns beleidigt haben(Cap. XLII: AQQ₰ᷣ☚ G rouτον οτ σςςφρεμνος mr0⁴ςα εε‿ειςι ττπ⁶⁸ςσ 1⁶e 1⁰ν0⁰0000„1.α), endlich die Auffaſſung des Eides, den Cpiktet wo möglich ganz beſeitigt wiſſen will(Cap. XXXIII, S: döνονντᷣπσακςατ⁴αασε,! 10ε oloy ze, el dmay el de 2u), 8x 205»„ S„6vrνν), das Alles ſind Vergleichspuncte zwiſchen den beiden erwähnten Lehren; doch mehr als hierin tritt ihre Verwandtſchaft in der rein religiöſen Richtung hervor. Wir müſſen uns darauf beſchränken, dieſe Seite der Epiktetſchen Lehre angedeu⸗ tet zu haben, näher darauf einzugehen, verbietet uns der Raum; ſie vollſtändig auszuführen, ſowie die damit zuſammenhängende Frage, ob denn Cpiktet wirklich ein Chriſt geweſen ſei, eine Frage, die im vorigen Jahrhunderte viele Vertheidiger und Gegner gefunden hat, zum Abſchluſſe zu bringen, dürfte reichhaltigen Stoff zu einer beſondern Unterſuchung bieten.
Um nun auf unſere engere Frage zurückzukommen, ſo fußt das richtige Verhältniß des Stoikers zu der Götterwelt auf dem oberſten Grundſatze ſeiner Lehre, auf der freien Unterſcheidung deſſen, was in ſeiner Gewalt liegt und was nicht. Was wir alſo oben behauptet haben, daß ſich an die Grundidee, die wir in der Lehre gefunden, alle einzelnen Wahrheiten derſelben anlehnen, das beſtätigt ſich hiermit auch für unſern dritten Theil. Namentlich iſt es hier intereſſant zu be⸗ achten, wie ſich Epiktet durch die einzelnen Vorſchrifzen hindurch den Weg rückwärts zum Grund⸗ princip bahnt. Eine richtige Vorſtellung von der Götterwelt zu haben, d. h. ſie als eine, die wirklich eriſtirt und das Weltganze gut und gerecht lenkt, zu betrachten, das iſt die Grundbedin⸗ gung. Vergl. Cap. XXX: zH[¹ 1eO² 1G 2 ⁸α ευσερεμ⁴εας ⁵σσο ⁶υι ĩ⁶ 20ντμηιο εκενεν⁴ 8Grεννᷣ ας πποααπαςι πεοι αταν εeε᷑εέαινιν, d bre, 2dd 101ε0ννꝛ˖X½Q+„x0 51 2.ννςσ αl αα. Des Menſchen Beſtimmung und Zweck iſt es aber, ſolchen Göttern zu folgen, und ſich willig in alle Verhältniſſe und Geſchicke zu fügen, indem dieſe ja ein Ausfluß ihres beſten Rath⸗ ſchluſſes ſeien; alſo der Gedanke ſoll lebendig ſein, daß die Götter der Menſchen Beſtes wirklich wollen. Epiktet fährt nemlich fort: 2œ σασαάσ⁴σν ες τωνπο ταητσαεεαν᷑ένασε, 10 eεισσσι ⁴ποσι⁹ς, dœl ixestn d A να ⁴νοιόςέτι, ναά αἀονοινεέ☚ιν εέννκνια ee ³η⁶ 1ς αο⁶οπτιινν ννκι 2mιπτει⁴οιιιέμννια Denn nur in dieſer Ueberzeugung von dem edlen Willen der Götter, alſo in dem vollkommenen Vertrauen zu denſelben, kann ſich die richtige Beziehung der Menſchheit zu den⸗ ſelben darſtellen, während aus einer andern Betrachtungsweiſe der Götterwelt Murren, Unwillen, Anklage derſelben erwächſt. Allein jene wahre Ueberzeugung von der Götterwelt iſt durchaus ab⸗ hängig von der Freiheit und insbeſondere von der Willensfreiheit des Menſchen, wie auch umge⸗ kehrt dieſe durch jene Ueberzeugung veredelt wird— Die Willensfreiheit ſtellte ſich aber dar in dem Streben nur nach dem, was in unſerer Gewalt liegt, und in dem Verabſcheuen der Dinge, deren wir uns entſchlagen können. Wollen wir ſomit nur das, was wir auch zu erlangen im Stande
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