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hat, ſo innig mit ihm verwachſen iſt, bis er ſo feſt in ſeinen Grundſätzen ſteht, daß dieſe aus jeder ſeiner Handlungen hervorleuchten. Der Stoiker ſoll ſich alſo nicht durch Reden als Philo⸗ ſophen hinſtellen. Am allerwenigſten aber darf das geſchehen bei Laien(1ο⁶αμηιοι ασασσ⁶eν eanns udogpor, 10 68 Ldde&rr τ ⁴ν Ʒένυ τ⁴αας ττοε τυιν Hεααορννιαιααοιν ιαν τ⁶ e⁶ 10 Jeοοναμἀαε³ινν); und iſt etwa das Geſpräch bei ſolchen auf ſtoiſche Grundſätze gelenkt worden, ſo iſt es an ihm, zu ſchweigen, ſelbſt auf die Gefahr hin, für unwiſſend gehalten zu werden (oτπει Qρe F1e9* 94oorifacrdg 1εν Shenreo, Ioros 8„ oicus, Gεα⁴ρμα 1QO⁵‿⁴..... zcxl, Orœeν elr-οε τε, dr³ 00»„ 009, αᷣε σ 1¹) d„ν⁹ 101 1091, dr¹„8 10⁰0 20„00). Und kein anderer Gedanke iſt es, den wir Cap. XXVIII antreffen, wo unſer Manual die Nach⸗ theile beleuchtet, welche daraus erwüchſen, wenn der Stoiker ſeine Lehre an jeden Beliebigen ver⸗ ſchwende; denn er ſetze ſich dadurch der Verlegenheit aus, daß ſeine Grundſätze verlacht, geſchmäht und getrͤbt würden: ö ³ε ⁴ν τν½ ννπισQQ 1» Gεααυιτοο Emerbemeis 2 rurντιι, Tvα, 2 10⁶ĩ GỹGXhrc-½, zαοασνρ exelu, xcl Gανννάm, 00 x½ alαναν rodτoον ενεα.
Ganz unverträglich endlich hält es Epiktet mit dem Weſen des Philoſophen, daß er ſich ſei⸗ ner Lehre rühme, ſie anempfehle, überhaupt in den Vordergrund zu ſtellen und dagegen andere philoſophiſche Lehren zurückzudrängen ſtrebe. Auch in dieſer Beziehung erſcheint ihm Sokrates als ein würdiges Muſter, inſofern dieſer ſeine Lehre hintanſetzend und beſcheiden mit derſelben zurück⸗ haltend andere Philoſophen als Lehrer empfohlen habe(vergl. Cap. XLVI, 1).
Drittes Capitel. Der Philoſoph im Verhältniſſe zur Gottheit.
Was uns die Lehre Epiktets vorzuͤglich werth machen muß und was derſelben auch wohl den be⸗ deutenden Einfluß auf die philoſophiſche Ueberzeugung der Zeitgenoſſen ihres Stifters und auch der nächſten Nachfolger deſſelben geſichert hat, das iſt die religiöſe Anſchauung, welche darin hervor⸗ tritt. Denn wenn überhaupt faſt alle ſtoiſchen Lehren, die wir in ſpäterer Zeit antreffenu, nur als Nachklänge des von Epiktet angeſtimmten Tons anzuſehen ſind, ſo gilt dies insbeſondere von den religiöſen Sätzen dieſes Philoſophen. Man vergleiche z. B. Antonins Philoſephie. Ritter legt bedeutendes Gewicht auf die religiöſen Vorſchriften Epiktets und erkennt deren beſonderen Vorzug darin, daß der Einzelne, welchen Epiktet durch Hinweiſung auf ſeine eigene Vorſtellung von der Welt faſt ganz losgetrennt hatte, durch dieſe religiöſe Erhebung mit dieſer wieder in Verbindung gebracht werde. Und darin hat er vollkommen Recht; denn die Welt betrachtet unſer Philoſoph als ein Werk Gottes, gebildet zu allgemeiner Uebereinſtimmung; hier hat jeder ſich der göttlichen Ordnung zu fügen; die Harmonie des perſönlichen Willens mit dem Gotteswillen, wie er ſich in der Leitung der Welt, in der Ordnung der Geſchicke offenbart, iſt das Band unter den Menſchen; in der willigen Anerkennung der Gottheit finden ſich die Einzelnen zuſammen; durch die religiöſe Anſchauung wird eben das all⸗ zugroße Selbſtvertrauen des Philoſophen, ſeine Erhabenheit über allen Zwang, Eigenſchaften, die ſich ja bei den alten Stoikern bekanntlich oft bis zum lächerlichſten Stolze und Uebermuthe ſteigerten, ge⸗
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