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hatte, bezog Tilly sein Winterquartier in Assenheim, wo er bis zum 15. Mai 1623 verblieb.
2. Periode: der niedersächsisch-dänische Krieg, 1625— 1629.
„Am 4. Juli 1628 kam das Hebronische und Cratzische Regiment aus dem Niderland in die Wetterau, zog aus einem Dorf ins andere, so daß jetzo 36 Compagnien reiter beneben den Lauenburgischen vff die 4 meil weges herumb in der Wetterau liegen, denen auch viel fuß- volck vnnd noch reuterei volgen soll, thun mit abetzung der winter vnnd Sommerfruchten den Haußleuten großen Schaden, lassen ihnen nichts abwehren, Ich Pitte, sage, was Ich wolle, so bleibt das Landt wenn sie nit abziehen, fast allen vnerbawet, da wir in 4 wochen kein pferdt haben dürffen sehen laßen, so stehet das Hew vff den wiessen vff haufen, ver- derbt ganz vnnd gar, können es nit einbringen, es darff niemand kein pfert vff velt führen, würdt also balt abgenommen vnd die leut nieder- gehawen.“(Briefe des Comthurs von Nieder-Weisel an seinen Bruder.)
1626 war die Pest in der Wetterau, in Friedberg allein starben 336 Menschen.
Restitutionsedikt 1629.
Kurmainz sucht die vom Landgrafen Philipp von Hessen einge- zogenen Güter des Kugelhauses in Butzbach wiederzuerlangen. Hessen erklärt, die Güter seien schon vor dem Passauer Vertrag eingezogen ge- wesen. Archiv X, S. 48 u. f. Seligenstadt verlangt das Kloster Naumburg zurück; Hanau stützt sich auf seinen Kaufbrief.
Am 23. Juni 1630 reklamierten kaiserliche Kommissarien das Franziskaner- und Augustinerkloster in Friedberg für die Orden zurück. Ihre Eigentumsrechte am Franziskanerkloster konnte die Stadt genügend nachweisen, das Augustinerkloster wurde wieder mit Mönchen besetzt.
3. Periode: der schwedische Krieg, 1630— 35.
Nach dem Sieg bei Breitenfeld, 17. September 1631, zog Gustav Adolf durch Thüringen und Franken, nahm Würzburg, Aschaffenburg, Hanau, Frankfurt, Höchst, Mainz(23. Dezember 1631.) Von Hanau aus schickte Gustav Adolf eine Botschaft an die spanische Besatzung Fried- bergs, die Stadt zu räumen; am 18. Dezember 1631 zogen die Spanier, nachdem sie elf Jahre die Stadt innegehabt hatten, ab, einige Tage später räumten auch die Mönche wieder das Augustinerkloster. Die Wetterau kam unter schwedische Verwaltung; königlicher Generalkommissär der Wetterau wurde der schwedische Oberst Johann Engelhard Thyllius. Gustav Adolf überwies ihm das Kloster Arnsburg, dessen eben erst ge- wählter Abt, Johann Adam Güll, nach Clairvaux flüchtete. Nach dem Tode Gustav Adolfs übertrug der schwedische Kanzler Axel Oxenstierna das Kloster Arnsburg dem schwedischen Obersten Philipp Reinhard,


