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Die spanischen Ausgaben weichen im Text mehr oder weniger von einander ab. wichtige Stelle der Vorrede, worin sich Montalvo fü
Selbst die
r den Umarbeiter des Amadis erklärt, und von
der Braunfels behauptet, daß sie nach dem Text uller von ihm eingesehenen Ausgaben gleichmäßig laute, zeigt im Citat von Braunfels, welcher nicht angibt, welcher Ausgabe er hier den Vorzug gegeben hat, einige, wenn auch noch so kleine Verschiedenheiten von der Ausgabe von 1580 und in dem nach dieser au Barcelona 1847 veranstalteten Neudruck, wie es folgende Nebeneinanderstellung beweist.
Citat bei Braunfels S. 69.
E yo considerando y deseando que de mi alguna sombra de memoria quedase, no me atreviendo ä poner mi flaco ingenio en aquello que los mäs cuerdos sabios se ocuparon, quisele juntar con estos postrimeros que las cosas mäs livianas y de menor substancia escribieron, por ser â él, segun su fla- queza, mäs conformes, corrigiendo estos tres libros de Amadis que por falta de los malos escritores 6 componedores muy corruptos y viciosos se leian, y trasladando y enmendando el libro cuarto con las Sergas de Esplandian su hijo, que hasta aqui no es en memoria de ninguno ser visto, que por gran dicha parecié en una tumba de piedra que debajo de la tierra de una ermita de Constantinopla fué hallado, y traido por un húngâro mercader ä estas partes de Espafia, en la letra y pergamino tan antiguo que con mucho trabajo se pudo leer por aquellos que la lengua sabian.
Die französische Übersetzung ist keineswegs eine wörtliche. weisen wie de Herberay die üppige Ausmalung von Situationen,
Ausgabe von 1580(Neudruck v. 1847).
E yo esto considerando, deseando de mi alguna sombre de memoria quedase, no me atreviendo ä poner el mi flaco ingenio en aquello que los mas cuerdos sabios se ocuparon; quisele juntar estos postrimeros que las cosas mas livianas y de menor substancia escribieron, por ser ä él segun su fla- queza mas conformes. corrigiendo estos tres libros de Amadis, que por falta de los malos escriptores ö componedores muy corruptos y viciosos se leian. I trasladando y emendando el libro cuarto con las Sergas de Esplandian, su hijo, que hasta aqui no es en memoria de ninguno ser visto, que por gran dicha parecié en una tumba de piedra que debajo de la tierra en una ermita cerca de Constantinopla fue hallada, y traido por un húngaro mercader ä estas partes de Espafia, en la letra y pergamino tan antiguo que por mucho trabajo se pudo leer por aquellos que la lengua sabian.
Hier ist nicht der Ort, nachzu- an welchen der Spanier gravitätisch
und trocken vorübergeht, nach den Bruchstücken sciner picardischen Handschrift wieder hergestellt hat. Wuhrend Montalvo's Erzühlungsweise das Gepräge eines gleichförmigen, ja eintönigen Ernstes trägt, so glänzt dagegen der Stil de Herberay's durch eine lebhaftere Phantasie und eine leichtbewegliche Unge-
zwungenheit, Vorzüge,
welche ihren Eindruck auf die Zeitgenossen zu machen nicht verfehlen konnten,
weshalb der dieselben ganz besonders ansprechende Stoff in einer solchen Einkleidung geradezu zündend
wirkte. Daneben nimmt sich die deutsche Übersetzung wunderlich genug aus. als Artillerieoberst kein Schriftsteller von Beruf, so gibt sich der
seine Jugend betont,
War schon de Herberay „»Teutsche Tranßlator,« der überdies
in seiner»Vorrede an den Läser« als Dilettant, welcher gleichwohl eine gelehrte
Erziehung genossen haben muß, und dem daher die Bekanntschaft. mit Homer, Vergil, Plutarch u. s. w.
nicht abgeht.
„Renata, Pfaltzgräuin bey Rhein, Hertzogin in Ober und Nidern Bayern,
unterzeichnet:
Adelbert von Keller urteilt, daß des Übersetzers eigentümliche Sprache zum Teil durch zein Streben herbeigeführt werde, französische Eigenheiten, die ihm offenbar würdig vorkamen, im deutschen Ausdrucke einzubürgern. orwähnte Vorrede, in welcher der Autor seine eigenen Gedanken stilisiert,
schön und nachahmens- so zeichnet sich doch die durch fast noch seltsamer
Dies zugestanden,
geborene Princessin in Lottringen« ist
Actum Franckfurt, den 28. Martij Anno 1569.
E. Fürst. Gnaden Vndertheniger.
Sigmund Feyrabend, Buchhändler.
Diese synoptische Zusammenstellung, welche die verschiedenartigen Physiognomien des Originals und der
beiden Übertragungen, die Abweichungen in Ton und Haltung, die Weglassungen und Zuthaten,
sowie die Miß-
verständnisse und Fehler der beiden letzteren deutlich vor Augen fuhrt, muß wegen Mangels an Raum ausfallen.


