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und 10 Exemplare vom Verleger, für die Widmung an Joh. Christoph Neustetter von dessen Oheim Erasmus 50 fl.
Mit der deutschen Ausgabe des Frauen-Trachtenbuches mit den Holzschnitten nach Jost Amman erschien gleichzeitig(1586) die lateinische(erkläarende„Octasticha“ des Franz Modius) bei S. Feyerabend ¹).
Im Jahre 1586 erschienen ferner bei S. Feyerabend die Pandectae triumphales des Modius(Tomi II in fol. ²), deren zweiter Teil eine lateinische Bearbeitung von Rüxners Turnier- buch(erste Ausgaben zu Simmern 1530 u. 1532) enthält, welches 1566 bei Sigmund Feyerabend und Simon Hüter, 1578(1579) bei S. Feyerabend erschienen war. Die Holzschnitte, welche sämtliche Feyerabend'sche Ausgaben dieses Werkes zieren, sind nach Jost Ammans Zeich- nungen gefertigt ²). Für die Übersendung seiner Pandectae erhielt Modius von Bischof Julius 20 Goldgulden, von Erasmus Neustetter 40 Gulden, vom Dompropst Thüngen in Würzburg 12 (? unleserlich), die Modius zu 36 Brabanter Gulden anschlägt; der Domdechant Cotwitz ver- ehrte ihm dafür 6 Goldgulden.
Im folgenden Jahre veröffentlichte Modius sein Buch„Historia Rerum in Oriente gesta- rum ab Exordio Mundi et orbe Condito ad nostra haec usque tempora. Francof. Feyrabend, 1587,“ in fol., welches Feyerabend selbst dem Dompropst Neidhard Thüngen widmete. Dieses Werk enthält lateinische Ubersetzungen des Johannes Zonaras, Nicetas Acominatus u. a.
Endlich gab er in demselben Jahre in Frankfurt den Auszug des Justinus Frontinus aus dem Werk des Pompejus Trogus heraus: Historiarum Philippicarum et totius mundi originum et terrae situs excerptarum libri XLIV a Nino ad Caesarem Augustum. 8vo
Modius erklärt in seinen Pandectae in der Zuschrift an den Rechtsgelehrten Markus Schweickher*), dafs er ohne die freundschaftliche Unterstützung und Gefälligkeit seines Gönners, des Frankfurter Patriciers Heinrich Kellner ⁵), nicht im Stande gewesen wäre, diese gelehrten
¹) C. Becker, Jobst Amman S. 133— 136.
²) Der erste Band der Pandectae enthält 236 Bl.= 472 S., der zweite Band 264 Bl.= 528 S., also zu- sammen 1000 Seiten ohne die Vorreden und das Inhaltsverzeichnis. Modins benutzte dazu nach seiner Angube im Enchiridion über 200 Werke.
³) C. Becker, I. c. S. 47— 52. ⁴) Syndikus der fränkischen Ritterschaft.
⁵)„Heinrich Kellner, geb. 1536, 1561 mit seinen Brüdern geadelt, ward Königsteinischer Rath. 1562 ging er mit Raimund Pius Fichard nach Italien um zu studiren; dort scheint er auch J. U. D. geworden zu sein. Den 16. Nov. 1567 heiratete er Margrethe Neuhaus.“
„Heinrich Kellner war ohne Zweifel einer der thätigsten und geschicktesten Geschäftsmänner seiner Zeit, wie die vielen Anstellungen, die er erhielt, beweisen. Seinen Einfluss auf den hiesigen Rath erwähnt Kirchner II, 363.“
„Höchst einträglich war es, so viele Dienstanstellungen von Haus aus zu erhalten. Er leitete die proces- sualia seiner Committenten von hier aus an den benachbarten Regierungen und dem Kammergericht.“
„Auch zeigte er sich als historischer Schriftsteller in folgendem Werke: Chronica das ist: Wahrhaffte eigent- liche und kurtze Beschreibung aller Hertzogen zu Venedig Leben, Was sich bei ihrer Regierung zugetragen—— Durch den Ehrenfesten und Hochgelahrten Heinrich Kellnern—— dem Latein: und Italiän. Venediger Historien- schreiber, sonderlich aber Peter Marcello und Sylvestro Girello zusammengezogen und in Teutsche Sprach bracht. Gedruckt zu Franckfurt am Mayn, durch Paul Refflern, in verlegung Sigmund Feyerabends 1574. Fol. Mit 84 Holz- schnitt-Bildnissen der Dogen nach Zeichnungen von Jost Amman. Das Werk ist„Philipps, dem jüngern Grafen
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