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Erlfelt(Elfeld— Eltville) do wieß ich mein Zolbrief do nam man kein Zoll, darnach kamen wir gen Rüdisheim; auch hab ich 2 weißpf. einzuladen geben, Darnach kamen wir gen Ernfels(Ehrenfels) da wieß ich mein Zol Brieff, da muſt ich 2 fl. an Gold geben, doch das Ich in 2 Monathen ein Ledig Prieff Brecht, ſo wolt mir der Zolner die 2 fl. an Gold wieder geben. Darnach kamen wir gegen Pacharach da muſt ich mich verſchreiben, das ich mich in 2 Monaten verzollen wollte, oder ein ledig Brief bringen. Darnach kamen wir gen Kaw(Caub) do zeig ich aber mein Zol Brief, aber er wolt mich nit für tragen, Ich muſt mich des Vorigen gleichen verſchreiben. Darnach hab ich XI. heller außgeben, darnach kamen wir gen Sanct Gewer(St. Goar), da wieß ich mein Zol Brief, do fragt mich der Zölner wie man mich gehalten hett, da ſaget ich würde ihn kein Geldt geben, Ich hab geben 2 weißpf. dem Poten.
„Darnach kamen wir gen Popart und wieß mein Zollbrief an dem Trieriſchen Zoll da ließ man mich fahren allein ich muſt anzeügen mit ein Schrifftle unter meinem Signet daß ich nit gemeine Kauffmanns wahr führet und er ließ mich willig fahren. Darnach kamen wir gen Lonſtein (Lahnſtein) und wieß mein Zolprief do ließ mich der Zolner frey aber er bat mich das Ich ihn gegen meinem Gnädigſten Herrn von Mentz verſprach(Fürſprache für ihn that) er ſchencket mir auch ein Kannen mit Wein dann er kannt mein Weib wohl und freuet ſich mich zu ſehen. Darnach kamen wir gen Engers und wieß mein Zolprieff der(da) iſt Trieriſch do ließ man mich frey fahren. Ich ſaget auch ich wolte es meinem herren von Bamberg rühmen. Darnach kamen wir gen Ander⸗ nack und wieß mein Zolprief do ließ man mich frey fahren und ich verzehret do 7 heller, mehr 4 heller. Alſo fuhr ich an St. Jacobi tag frühe von Andernack. Von dannen fuhren wir gen Pun(Bonn) an Zoll. Da ließ man mich aber frey fahren.
„Darnach kamen wir gen Cöln, und Im Schiff verzehret ich 9, mehr 1 weiß pf. und 4 pf. für Obs, zu Coln hab ich außgeben 7 weiß Pfenning aus zu laden, und den Schiffknechten 14 heller, und den Nielaſen meinen Vettern*) hab ich geſchenkt mein ſchwarz gefütterten Rock mit ſammet verbremet, und ſeinem Weib ein Gulden geſchenkt. Item zu Cöln hat mir der Hieronymus Focker(Fugger) den Wein geſchenkt, auch hat mir der Jan Chroſerpeck den Wein geſchenckt. Auch hat mir mein Vetter Niclas den Wein geſchenkt. Auch hat man uns ein Collation im Parfüſſer⸗ Cloſter geben, und der ein Munch hat mir ein Fatzalet(fazzoletto, Tüchlein, Taſchentuch) geſchencket. Mehr hat mir Herr Johann Groſſerpecker 12 Mas des Beſten weins geſchenket, auch hab ich auß⸗ geben jj weiß pf. mehr 8 heller für das Pürſchlein, mehr hab ich zu Cöln verzehrt 2 fl. mehr 14 weiß pf. und 10 weiß pf. zu binden, 3 pf. für Obs, mehr hab ich geben 1 weiß pf. zu letz, und ein weiß pf. den Poten, darnach fuhren wir an St. Pantaleonistag von Cöln in ein Dorff das heißt Postorff, do lagen wir übernacht und verzehrten 3 weiß Pfenning, und fuhren am Sondtag frühe gen Rüding(Rödingen), da aſſen wir zu morgends und verzehr 2 weiß Pfenning und 3 pf. mehr 3 pf. Darnach kamen wir gen treyenaltenhofen, da lag wir übernacht, und verzehret do 3 weis pf. Darnach fuhren wir am Morgen frü auf Frelndorff und kamen für Gangolff(Gangelt) das Stättlein, und aſſen zumorgens in einem Torff das heiſt Syſterhyln und verzehren zween weis pf. 2 heller. Mehr l weiß pf. mehr 2 weis pf. Darnach fuhren wir gen Zita(Sittard), ein feins Stättlein,
*) Nikolaus Dürer, Sohn des Zaummachers und Lehrling von A. Dürer's Vater.


