Aufsatz 
Beurteilung der Politik, welche die Athener während des thebanisch-spartanischen Krieges befolgt haben / von Arthur Seibt
Entstehung
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Anerkennung von Megalopolis mit der panarcadischen Konstitution und die Unabhängigkeit von Messenien. So hatten sie also allerdings erreicht, dass Sparta unfähig gemacht war, Griechenland von neuem in die Fesseln zu schmieden; aber Griechenland blieb seitdem ohne leitende Macht uud ging so mit Riesenschritten dem unvermeidlichen Schicksale entgegen, eine Beute Philipps zu werden. Man hätte denken sollen, dass nun jetzt, wo der gewaltige Nebenbuhler auf dem Felde geblieben und Sparta auf seine natürliche Grenzen beschränkt war, Athen einen neuen Aufschwung hätte nehmen müssen. Doch dem war nicht so. Die Eifersucht gegen Theben hatte die Athener doch noch immer in Spannung erhalten; seitdem aber diese Anregung aufhörte, versanken die Athener in immer grössere Schlaffheit und waren nicht im Stande, den nun folgenden Unglücksfällen einen kräftigen Widerstand zu bieten. Alexander von Pherae brandschatzte mit seinen Kaperschiffen die Cycladen und war sogar, nachdem er der athenischen Flotte bei Peparethus eine Niederlage beigebracht hatte, in den Piraeus eingelaufen und von dort mit reicher Beute zurückgekehrt. In Thracien stand es schlecht, und Cotys beherrschte den Chersones. Von der allgemeinen Misstimmung über die erfolglose Politik der letzten Jahre konnte jetzt erst nach jahrelangem Kampfe die boeotische Partei Nutzen ziehen. Callistratus konnte dem Tode nur durch freiwillige Verbannung entgehen. Doch nun war es zu spät; denn Thebens Macht hatte nur auf Epaminondas beruht. Athen war ja nicht einmal im Stande, seine Errungenschaft zur See zu behaupten, wie viel weniger konnte man erwarten, dass es der Aufgabe, Griechenland zu führen, gewachsen sein würde