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Dem Bedürfnis abzuhelfen
Denk ich auch ein Buch zu ſchreiben, Und es trägt den ſtolzen Titel: „Rechter Weg zum Sitzenbleiben“.
Laßt der Schule Bild ſich ändern In der Zeiten wilden Treiben:
Karl iſt Spezialiſt in Quarta, War es, iſt es, will es bleiben!
Die weiteren Nummern des„Liederbuchs“ konnten der Fülle des Gebotenen wegen nicht zu Gehör kommen, ſollen aber ſelbſtredend als Erinnerung und Vervollſtändigung der Stimmungsbilder hier folgen:
Gruß an die Schülerzeit.
Sei gegrüßt! du ſchöne Stunde,
Die uns fröhlich heut vereint;
Da uns der Erinnrung Sonne Jugendfroh ins Herze ſcheint; Einſt'ge Schulzeit, ſei gegrüßet! Holder Jugend Lenzesglück, Kehr in dieſer Weiheſtunde
In dem Geiſte uns zurück!
Seid gegrüßt, ihr dunklen Mauern Und ihr Stuben, dumpf und klein,
Und ihr ſtaubbedeckten Wände
Ohne Licht und Sonnenſchein;
Wo Minute ward zu Stunde,
Stunde oft zur Ewigkeit,
Bis der Glocke Feierklänge,
Aus der Klemme uns befreit.
Gruß vor allem euch, Subſellien, Wacklig lahm und klapprig alt,
Die uns manches lange Jährchen Auf's Prokuſtesbett geſchnallt;
Die mit ihren Hieroglyphen
Uns vertraulich angelacht,
Wenn mit Spickern, Büchern, Zetteln Wir ein Werk zuſtand gebracht.
Vivat euch, ihr tauſend Streiche, Die als Buben wir verübt,
Da die Lehrer ſchwarz geärgert
Und die Eltern wir betrübt;
Als wir noch die Schulbank drückten
Und der Buckel uns gejuckt,
Wenn der ſtrenge Herr Magiſter
Flamm und Feuer hat geſpuckt.
Doch der hellſte aller Grüße
Gilt der lieben Ludwigſtraß'!
Wo wir Eltern, ſowie Lehrer
Schlau geführt oft an der Nas;
Gilt den ſchönen Mainzer Mädchen Die errötend wir puſſiert,
Wenn ſie dort in Jugendreizen
Schäkernd auf⸗ und abflaniert.
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Kehr' im Geiſte mir zurücke,
Holde, frohe Schülerzeit!
Denk ich dein und deiner Streiche,
Wird das Herze mir ſo weit:
Und ich heb den vollen Becher
In Erinnrungsſeligkeit:
Ein fiducit, Kameraden,
Vivathoch, die Jugendzeit! Anonym.
2⸗°
Nücktblirlt.
O ſchöne, goldne Jugendzeit
Mit deinen frohen Stunden,
Wie biſt du uns ſo fern, ſo weit,
Gleich einem Traum entſchwunden.
Wie oft doch ſehnen wir zurück
Noch einmal uns dein trautes Glück, :, An deinen ſel'gen Wonnen Noch einmal uns zu ſonnen;;:
Wie töricht einſt der heiße Drang Ins Leben einzuziehen, Das Sehnen, dem geſtrengen Zwang Der Schule zu entfliehen; Dein Frühling war es, Menſchenkind, Und wie des Lenzes Roſen ſind,
: Die wir ſo ſehr begehren,
Die Dornen könnens lehren.::


