Doch ob wir hier auch, ob wir dort Die Dornen tief empfunden, So laßt uns heut an dieſem Ort Von allem Weh geſunden. Die gleiche Schwelle, die hinaus Zur Lebensſchule führte aus, t, Sie ſoll uns wiederfinden, Ein grünes Reis zu winden.,:
Ein junges Blatt, ein grünes Reis Zum Kranze jeder breite, Der Schule ſei der Ehrenpreis, Die uns zu Männern feite; Wie auch ſein Lebenswürfel fiel, Iſt's keinem wohl ein Kinderſpiel, :, Im Sturm und Drang zu gehen Und„prima“ zu beſtehen.:;:
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Doch das, was damals wir erfaßt
In unſren Brauſejahren,
Wir wollens, eine leichte Laſt,
Als Talisman bewahren.
Es leuchtet durch der Tage Pein
Uns doch ſo mancher Edelſtein, t, Als Schüler einſt erworben, Noch hell und unverdorben.ü:;
Es ſingt der Zeiten Flügelſchlag Urewig ſeine Weiſe: Es ſchwindet Jahr, es ſchwindet Tag, Der Knabe wird zum Greiſe; Nun hält er bei der Jugend Raſt, Und fühlt ſie nicht der Jahre Laſt, Fühlt nur in froher Runde Die Würde dieſer Stunde.:,:
O ſchöne, goldne Jugendzeit
Dir ſei allein die Krone!
Und unſrer Herzen Dankbarkeit
Dem Lehrerſtand zum Lohne!
Wir wollen alle insgemein
Ein dankbar Schülervölkchen ſein, „ Bis uns einmal auf Erden Die großen Ferien werden.;:
de
Gg. Joſ. Huy.
Augenderinnerungen aus der Schule.
Die ſchöne Jugendſtunde
Sind uns dahin geſchwunde, Trotzdem ſo mancher Dag,
Für manchen war e Plag, Denn ſchon am frühe Morge De Buckel voller Sorge,
Da uns deheem de Vatter trieb, Daß mer nit„hocke“ blieb.
Bekanntlich Gold im Munde
Hot ſtets die Morgenſtunde,
Doch viel hot mer's gehabt,
Daß„Blech“ nor wurd verzappt; Bei„arithmet'ſche Fächer“ Oft ſchwach— noch öfter ſchwächer Wurd's dabei manchem junge Geiſt, Der in dem Fach gereiſt.
, Kaum hatt's Achte uff de Uhr geſchlage,: Algebra— und die„verſchiedne Worzle“
Ging es los mit ernſt gelehrte Frage, Tate wie verrückt im Hirn rumborzle—
Un mer hot ſein Nachbar oft geſtumpt, Sinus— Coſinus— Schreck und Graus—
Daß er ſouffliert— ſein' Wiſſenſchaft en Da glotzte oft der„Aſinus“ aus jedem Aageblick em bumbt.:,: Knopploch raus.:;:


