Aufsatz 
Welche Beziehungen können am Reformrealgymnasium zwischen dem Englischen und Lateinischen hergestellt werden? Ein Beitrag zur Konzentration im Sprachunterricht
Entstehung
Einzelbild herunterladen

160

als vollendet, aber so, daſs die Vollendung entweder noch in die Gegenwart fällt, oder daſs die fortdauernden Wirkungen sich in die Gegenwart erstrecken: I have noi arrived at the close of my little history. Europe has hitherto derived much less advantage from its commerce with the East Indies than from that with America. Damit ist das eigentliche Perfekt(Perfectum praesens) des L. zu vergleichen, das eine in der Gegenwart vollendete Handlung oder den auf die vollendete Handlung als Ergebnis folgenden Zustand ausdrückt: Fuit Ilium. Ilium war, be- stand einmal. Scripsi ich habe geschrieben, bin jetzt fertig. Diri ich habe gesprochen, bin jetzt mit Reden fertig. Consueri ich habe mich gewöhnt, ich pflege. Nowi ich habe kennen gelernt, ich kenne, ich weiſs. Is mos usque ad hunc diem permansit dieselbe Sitte ist bis auf diesen Tag geblieben, besteht noch bis auf diesen Tag.

d. Das Futur. Von Ereignissen, welche in der Zukunft liegen, gebraucht das E. das Futur, wo das Deutsche häufig ungenauer das Präsens bez. Perfekt setzt: I shall come to see gou to-morrou. England expects that every man will do his duty. I hope we shall have the pleasure of seeing jou. Soon I shall havre been confined to mg bed three months bald hüte ich ein Vierteljahr das Bett. Before this time to-morron I(Nelson) shall have gained(habe ich gewonnen) α peerage, or Westminster Abbey.

Ebenso werden im L. Handlungen der Zukunft nur durch die entsprechenden Futura ausgedrückt: Cras proficiscemur morgen reisen wir ab. Feniam, si potero ich werde kommen, wenn ich kann. Veniam, cum hoc fecero ich werde kommen, wenn ich dies getan habe.

So konsequent wie das L. ist hierin das E. aber nicht. Um ein bevorstehendes und als gewils angenommenes Ereignis zu bezeichnen, wird wie im Deutschen das Präsens gebraucht: I leave(statt I shall leave) toun to-morrow. Ebenso wird in Adverbialsätzen der Zeit, die mit ohen, as soon as, till, before, after etc. beginnen, wie im Deutschen statt des ersten Futurs das Präsens, statt des zweiten Futurs das Perfekt gebraucht: Mhen he drrives, he zwill hear the neios. He wwill go toith gou, as soon as he comes bach. As soon as I hawe(statt I shall have) finished the first volume, mng brother will send me the second.

Das E. gebraucht bisweilen das erste Futur, um ein Gebot auszudrücken: Fou will learn that lesson thoroughly. Vou will prepare dinner and breakfast. Ebenso steht im L. das erste Futur in der zweiten Person, um einen Befehl in Form einer bestimmten Erwartung auszudrücken: Tu non cessabis et ed, quae habes instituta, perficies.

7. Modi. a) Der Konjunktiv in Wunschsätzen. Der Konjunktiv des Präsens steht im E. im Hauptsatz als Ausdruck des Wunsches: God save the Oueen! Long live the King! The blessing of our Lord be with gou! Während der Konjunktiv des Präsens die Möglichkeit ausdrückt, daſs etwas sich verwirkliche, bezeichnet der Konjunktiv des Präteritums (Imperfekts) zumeist etwas, was der Wirklichkeit nicht entspricht. Ein Wunsch, dessen Erreichung als unwahrscheinlich oder als unmöglich hingestellt werden soll, wird deshalb durch den Konjunktiv des Präteritums ausgedrückt: O were I able to waste it all myself! 0 that estates, degrees, and offices Mere not derived corruptlg! and that clear honour Were purchased by; the merit of the wearer/ I would(mzwish) he wwere a‿ Christian!

Im L. stehen die Wunschsätze gleichfalls im Konjunktiv und zwar, wenn die Erfüllung des Wunsches als möglich bezeichnet werden soll, ebenfalls im Konjunktiv des Präsens(oder Perfekts), im Konjunktiv des Imperfekts(oder Plusquamperfekts) dagegen, wenn die Erfüllung des Wunsches als unmöglich bezeichnet werden soll: Utinam semper fortuna tua sit secunda! Utinam tibi istam menem di immortales dent! FVelim redeat! Utinam semper probi essemus et pii! VFellem adesset M. Antonius! Vellem recdliret!

7