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Am 17. Mai unternahmen die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Ordinarien die üblichen Ausflüge nach dem Bornstapel, dem Hohenstein und Hameln, nach dem Hermannsdenkmal, nach den Bückebergen, nach dem Jakobsberge und Minden und nach dem Taubenberge.
Am 30. und 31. Mai, 1., 3. und 16. Juni mußte der Nachmittagsunterricht wegen zu großer Hitze ausfallen.
Die Pfingstferien dauerten vom 10. bis 14. Juni, die Sommerferien vom 9. Juli bis 7. August, die Herbstferien vom 1. bis 16. Oktober, die Weihnachts- ferien vom 23. Dezember bis 8. Januar.
Am 21. und 22. Juni wohnte der Herr Provinzial-Schulrat Dr. Baier aus Kassel in allen Klassen dem Unterrichte bei.
Am 26. Juni beehrte der Herr Generalsuperintendent D. Werner aus Kassel die Anstalt mit seinem Besuche und nahm eine Revision des evangelischen Religionsunterrichtes vor.
Am 1. September 1905 machte die Schule zur Feier des Sedantages unter Benutzung eines Sonderzuges der neuen Eisenbahn einen gemeinsamen Ausflug nach dem Bade Eilsen und feierte dort wieder unter außerordentlich großer Beteiligung der Eltern und Angehörigen der Schüler ein sehr wohl gelungenes Schulfest. Nach einer kurzen Ansprache, in der der Direktor auf die Bedeutung des Tages hinwies, folgte unter lebhaftem Beifall der Zuschauer nach einer kleinen scherzhaften Aufführung der Sextaner und Quintaner ein Schauturnen mit Purnspielen und Stellung von Pyramiden. Darauf vergnügten sich die größeren Schüler bis zur Abfahrt des Zuges am Tanze, während die kleineren Schüler unter Leitung ihrer Ordinarien die schönen Punkte der Um- gegend des lieblichen Badeortes besuchten. Abends in Rinteln zogen sämtliche Schüler, bereit gehaltene bunte Papierlaternen tragend, unter dem Vortritt der Musikkapelle vom Bahnhofe in die Stadt nach dem Gymnasialgebäude, wo sich nach einer kurzen Ansprache des Primus omnium und nach gemeinsamem Gesang der Zug auflöste.
Am 6. September starb in seinem Elternhause zu Exten der Quartaner Wilhelm Stockmann, ein fleißiger, braver Schüler, der sich durch sein bescheidenes und liebenswürdiges Wesen die Liebe und Zuneigung seiner Lehrer und Mitschüler er- worben hatte. Am 9. September begleiteten ihn die Schüler der Quarta unter Führung ihres Ordinarius und des Direktors zur letzten Ruhe.
Am 23. September gab der Schülerorchesterverein ein selbständig vorbe— reitetes, gut besuchtes Konzert unter Leitung des Unterprimaners M. Plaut. Zwanzig Mark vom Reinertrag wurden dem Vaterländischen Frauenverein übergeben zur Erhaltung der Station einer Gemeindeschwester.
Das Winterhalbjahr wurde am 17. Oktober mit einer gemeinsamen Andacht eröffnet und dabei 12 neue Schüler aufgenommen.
Am 31. Oktober feierte die Anstalt in herkömmlicher Weise das Reformations-— fest und zugleich ihren Stiftungstag. Hierbei gaben Schüler aus allen Klassen durch


