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Und dennoch wagen wir es zu behaupten, es ſei kein Zufall, daß a. a. O. die Erzeugung der f„oen 5 af Gott und nicht auf die Idee des Guten zurückgeführt wurde. Warum nicht?— Weil im anderen Falle die eigentümliche Natur der Béa vollſtändig vernichtet worden wäre. Wohl iſt auch ſie von Platon Grund des Seins genannt, wohl iſt auch ihr Teilhaberſchaft an der Weltbildung als einer ſchöpferiſchen Macht zuerkannt worden,— doch wie? von welchem Standpunkt aus? das iſt die Frage. Wenn wir nicht ſagen wollen, daß Platon die urſprüngliche Bedeutung der déa, als visus im ſubjektiven Sinne, vollſtändig preisgegeben, alſo durch ihre Ob⸗ jektivierung einen totalen Bruch mit ſeinen, das ganze Ideenſyſtem begründenden Anſchauungen vollzogen hätte, wenn wir vielmehr zugeben, daß der pſychologiſche Charakter des räſad- als einer platoniſchen Idee auch in den mannigfaltigſten Nivellierungen ſpäterer Darſtellung noch hin⸗ durchſchimmern, ſo dürfen wir der oben angeführten Stelle— in der noch dazu, wie aus den folgenden Sätzen erkenntlich iſt, eine in Bezug auf Gottes Urheberſchaft durchaus ſubjektive Auf⸗ faſſung vorherrſcht— keine andere Auslegung geben, als daß Gott als Urheber jenes unerklär⸗ baren Begriffes, nämlich der Einen allgemeinen, alle Dinge umfaſſenden Anſchauung, genannt worden ſei. Und wenn wir in der obigen Darſtellung zeigten, daß es nur eine. Ausführung des Bildes mit der Sonne ſei, wenn der Zweck als der Urheber der»oobneva, der erkannten Dinge, angegeben werde, nachdem die Sonne ſelbſt nur in einer à4νμο νια ντεκ 6ε π JaIs Grund der 556 bSva anerkannt wurde, ſo hieße es doch gewiß das Maß des Erlaubten überſchreiten, wenn wir jenes im Zuſammenhang des Syſtems und ſeiner höher ſchreitenden Entwickelung geforderte Poſtulat des letzten Gründers aus dieſem Zuſammenhang herausreißen und jenen ſelbſtändig, ohne Halt, als ein Neues, Unbedingtes, aber Erſtes und Unerſchaffenes gleichſam in der Luft ſchwebend denken wollten: Das Band, welches allen Ideen gemeinſam erfunden ward, die Strömung der überall pulſierenden Kauſalität einer wechſelſeitigen Verbindung und Durchdringung, die als ein Weg⸗ weiſer zum Letzten und Höchſten mit Notwendigkeit führte, wäre zerriſſen, die Ideen alle müßten haltlos verſinken, und es wäre keine Verbindung mehr zwiſchen der Einheit in höchſter Höhe und der Vielheit in der unterſten Tiefe.*)
Was wir ſchon oben ſagten: auf den Standort kommt es an, wenn man die Ideen in einer Einheit zuſammengefaßt ſchauen will; ihn aber kennen wir: Der Mythos hat ihn uns gegeben. Und es bleibt die pſychologiſche Wahrheit: Erkennen iſt Schauen.
Anders doch, wenn nicht nach einer Urſache für die„durchgängige Beſtimmung der Dinge“ überhaupt gefragt, ſondern jenes Bedürfnis der Vernunft befriedigt werden ſoll, welches darauf zielt, ein Weſen zu hypoſtaſieren, das„gleichſam zu ſich ſelbſt ſage: ich bin von Ewigkeit zu Ewigkeit; außer mir iſt nichts, ohne das, was bloß durch meinen Willen etwas iſt“, dem man aber die Frage: Aber woher biſt du denn? nicht vorlegen darf. Und wiederum anders, wenn noch dazu von dieſem Höchſten folgendes ausgeſagt werden kann: 5 1, n eee e e *) Wir können deshalb Steinharts emphatiſche Deklamation auf die Idee des Guten(Einl. p. 94) nicht gelten laſſen: daß ſie, der Mittelpunkt ſei, dem alles Leben entquelle“, daß ſie die„ſchöpferiſche Macht alles Seins“ bedeute,— ſind Attribute, die ihr wohl am Schluſſe der Ideenentwickelnng und innerhalb ihres Wirkungsgebietes in Beziehung zu den in ihren fluetus gehörenden Objekten, nicht aber losgeriſſen von dem pſychologiſch erwieſenen Urſprung ihrer ſelbſt. in Verkennung der im Gleichnis mit der Sonne gegebenen Bedeutung, zugedacht werden mögen.


