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Kehren wir nach dieſen allgemeinen Betrachtungen zu den über die Idee des Guten ge⸗ wonnenen Reſultaten zurück und faſſen dieſelben dahin zuſammen, daß das räſad als höchſte Einheit Grund der Erkenntnis und Grund des Seins iſt, ſo finden wir den Kernpunkt unſerer Aufgabe. Denn nun iſt es die Frage, ob nach Allem, was wir von der Idee des Guten und ihrer Stellung in der Ideenlehre wiſſen, ihre völlige Identität mit der Gottesidee anzunehmen oder aber, ob uns ihr eigener pſychologiſcher Urſprung, der auch in ihren letzten Entwickelungs⸗ phaſen noch zu erkennen iſt, zwar nicht eine Vereinigung des 1aſαω mit der Vorſtellung Gottes, doch aber eine völlige Verſchmelzung beider verbietet.
Zur Entſcheidung der Frage bedarf es zunächſt einer genaueren Klarlegung des plato⸗ niſchen Gottesbegriffes ſelbſt und einer philologiſchen Erörterung der einzelnen ihn betreffenden Schriftſtellen.
Um den Gottesbegriff Platons zu verſtehen, ſind notwendig einerſeits die populären An⸗ ſchauungen ſeiner Zeitgenoſſen und die von ihm an denſelben vorgenommenen Modificationen, andererſeits die Stellung desſelben in dem Ganzen des Syſtems in Betracht zu ziehen. Feſt ſteht die Annahme der Einen Gottheit gegenüber dem populären Polytheismus; zwar ſpricht er von Göttern und nennt ſie mit dem vulgären Namen(cf. z. B. Tim. p. 40 sqd.), aber an ſtreng philoſophiſch gehaltenen Stellen ſpricht er nur vou dem Einen(z. B. Soph. p. 265); vollkommen aber bricht er mit den Wahnvorſtellungen des Volkes, die den Göttern unvollkommene Eigenſchaften der Menſchen vorwerfen, und verbannt die Dichter, die in ihren Dichtungen davon reden, aus ſeinem Idealſtaat(cf. rep. II, 380 d— zu Ende des Buchs und beſonders der erſte Teil des X. Buches). Sein Gott iſt frei von allen menſchlichen Schwächen, erhaben über das Böſe thront er in abſoluter Vollkommenheit. Zwar vermag die menſchliche Vernunft das Weſen Gottes nicht zu ergründen(cf. Phaedr. p. 246 c: oSts 15es s ne vhoa?s: deey od. Tim. 38 c: d5, Bev b5v or J vat arshd roe o eee Ssi ds, E 1.* Ʒ556da ei Täyras d?roy XE*⁰), aber demnach muß, wenn nach dem Grund ſeiner Weltſchöpfung gefragt wird, zweifellos als ſolcher ſeine reine, neidloſe Güte erkannt werden. So leſen wir im Timäus p. 20 e: Xειν 7 N hvtiod ditiav ISveo να dν ν de 5 SbwSdc SvTISSy. Addςα 1, Aad 2 05eIs 25os 2Evera do. Dieſer Beweggrund wirkt mit bei der Erſchaffung auch jedes Einzeldings: Tim. 47 a. Phaed. 98 b: 27⁴οσ ι.... TIy diclay zatl zof Aet de rdee eAieto, a e v0dvey doto... Ad⁶ν. Auch im Staate heißt es II, 379 b: 05/o aοε 8 0 c Sdt ds val Naxteo 06. So wollte er ſich denn Alles möglichſt verähnlichen: Tim. 20 d. 1o5oo Srroe Gy Tä?ta ört AdAta ſsvSDat S50A’n hte. Er ſelbſt iſt die beſte der Urſachen (Tim. 20. a: Apiονοα τν diricv, 30, a al) und ſo vollkommen gut, daß die geringſte Wandlung ſeines Weſens eine Wandlung zum Böſen ſein müßte rep. II, 381 b. f.: 5 d6 ſs z ra de dev dvνeh Aira Shen... Tabth e, eiere kde oςι 51 1ον ⁵ dε. Seine Welt iſt die ſchönſte und vollkommenſte, darum einzig Tim. 20 a, 30 b, 92 b: 5 60105 0580... Hs. ſto⸗ ran dptatoc väleroe ts. TNeGTaros JSoveo, ls 05510s 552 vo„. Denn er iſt nicht nur Urſache des Seins, ſondern auch der harmoniſchen Ordnung, des Guten in der Natur Phil. 28 e, Tim. 68 a: 14d2 25 TaxrTatv6,Hvos Sy Aal dos ſvSꝓ 5es, und im Leben rep. II. 307: 10 Lsy dſαν οdeva dAkoy dirMreo,... d*.* 05 de dey(cf. auch 380 a, leg. X.
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