Aufsatz 
Rede, gehalten bei der Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Hoheit des Herzogs
Entstehung
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die wir heute aus Wort und Lied in diesem Saale wiederklingen hörten, die Treue, jenes kostbare Kleinod unseres Volkes, obne welches wir, wenn es uns jemals ab- handen kommen könnte, unserer Väter unwürdig sein würden, stets unbefleckt erhalten und es, wo möglich, noch vermehrt an Ehre und Herrlichkeit, Denen, die nach uns kommen, au überliefern suchen. Wir aber insbesondere, die Lehrer und Bildner der Jugend, und mit uns im Bunde die Eltern, welche uns ihre Söhne anvertraut Haben, wollen uns nach Kräften bemühen, in die Herzen der Jugend den Gehorsam gegen die Gesetze und Ordnungen des Staates einzupflanzen, der die erste Bedingung jedes Zusammenlebens in einem grösseren Gemeinwesen ist, aber nicht bloss den äusseren Gehorsam, sondern auch den wahren innern Gehorsam, die Pietät, welche an die Auto- ritäten glaubt, die im sittlichen Leben gelten, jene ehrfurchtsvolle Scheu vor dem von den Vätern überkommenen Erbe der Vergangenlieit, welche allein eine organische Wei- terentwickelung der Zukunft zu verbürgen vermag, die Pietät, welche nicht durch Gesetze und Vorschriften geweckt werden kann, sondern durch die eigene Persönlichkeit und das eigene Beispiel der Eltern und Erzieher in die Jugend hineingebildet wird und als eine tiefe innerliche Frucht des Gemüthes unter sorgsamer Pflege langsam zur Reife gelangt, jene Gesinnung, welehe die Hüterin aller Tugend, die Wurzel aller Ehr- furcht gegen Religion und Kirche, aller Treue gegen Fürst und Vaterland, alles wahr- haften Gehorsams gegen Gesetz und Obrigkeit, zugleich aber auch die festeste Schutz- wehr ist gegen die zerstörenden Mächte, welche an der sittlichen Weltordnung rütteln, die Bande des Gesetzes lockern und die Fundamente der Staaten zu untergraben suchen. Vor Allem aber wollen wir dem allmächtigen Lenker der Weltgeschicke für alles Gute, was er unserem Landesherrn und durch ihn auch uns erwiesen, aus der Tiefe unseres Herzens danken und ihn anflehen, dass er Leben und Gesundheit unseres Her- zoges stets ungetrübt und ungeschwächt erhalte, dass er auch seine fernere Regierung mit Ruhm und Segnungen verherrliche, auch ferner seinen Thron schmicke mit Gerech- tigkeit, Weisheit und Güte, dass er um ihn schaare ein treues und tapferes Volk, wel- ches die ererbten Tugenden bewahren und sich seiner Rechte stets würdig zeigen möge durch gewissenhafte Erfüllung seiner Pfichten. In Seines, des Allmächtigen Hand ruht unsere ganze Zukunft und so rufe ich denn, indem ich vor ihm die innigen Wünsche aller treuen Freunde unseres Vaterlandes zusammenfasse: Gott segne das Vaterland! Gott segne den Herzog!