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Schulnachrichten.
1 Lehrverfassung des Gymnasiums.
4. Lehrercollegium.
Die in dem Lehrercollegium seit Abfassung der letzten Schulnachrichten einge- tretenen Veränderungen sind folgende:—
Vor dem Beginne des Schuljahrs wurde der Candidat des Gymnasiallehramts Au- gust Ammann zum Collaborator an dem Gymnasium ernannt; ferner nach Ablauf des Sommersemesters Collaborator Schmitthenner an das Gynarium zu Weilburg, dagegen Professor Schulz von dem Realgymnasium an unsere Anstalt versetzt und überdies an derselben der(andidat, des Gymnasiallehramts Dr. Ferdinand Büsgen zum Collaborator ernannt. 5
Dei Bebenduniigs Bestand des Lehrercollegiums ist folgender:
Die beiden an dem Gymnasium neu angestellten Lehrer haben dem Unterzeichneten über ihr Leben und ihren Bildungsgang folgende Mittheilungen gemacht: 1atII
August Ammann, Sohn des verstorbenen Pfarrers Ammann zu Cronberg, geb. zu Driedorf den 25. Januar 1839, erhielt seine Elementarbildung zu Braubach von Aaenn 1845 bis 1850, besue hte von da bis Ostern 1859 das Gymnasium zu Weilburg und bezog alsdann nach bestandener Maturitätsprüfung die Universität Heidelberg, wo er bis zum Herbste desselben Jahres Jurisprudenz studirte. Hierauf verliess er dieses Studium und widmete sich in Bonn und Göttingen sieben Semester, bis Ostern 1863, der Philologie. Nachdem er im Herbste 1863 die erste Gymnasiallehrer-Prüfung bestanden hatte, wurde er zu Ostern des folgenden Jahres zum Collaborator am Gymnasium zu Wiesbaden ernannt.—
Ferdinand Büsgen, Sohn des Pfarrers Büsgen zu Dotzheim, geboren zu Caub a. Rh. am 8. Jan.
1840, erhielt die erste Vorbildung von seinem Vater, besuchte dann 5 Jahre lang das Gymnasium zu Wiesbaden und wurde von demselben zu Ostern 1858 mit dem Zeugnisse der Reife zur Universität entlassen. Nachdem er sodann 4 Jahre in Bonn, Berlin und Göttingen Philologie studirt, bestand er im Winter 1862/63 die erste Gymnasiallehrer-Prüfung, promovirte im März 1863 in Bonn mit einer Dissertation: de gymnasii Vitruviani palaestra und trat hierauf zu Ostern 1863 eine Hanslehrerstelle in Curland an. Von dort im Sommer 1864 zurückgekehrt, wurde er im Horbat v. J. zum Collaborator am Gymnasium zu Wiesbaden ernannt.
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