Aufsatz 
Rede, gehalten bei der Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Hoheit des Herzogs
Entstehung
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ihm lastete, befreit zu werden, ferner das Gymnasiumtzu Hadamar und die Anstalt, welcher heute die Ehre zu Theil geworden ist, ihre Räume dieser schönen Festfeier öffnen zu dürfen, und alle diese Bildungsstätten werden bis in die spätesten Zeiten unsern Herzog Adolf als ihren erhabenen Stifter und: huldvollen Woblihäter und Me schützer dankbar verehren. Pol 5 Hdi Ir ArOA tt i: 9 Ani VUebergehen darf ich aber auch nichte ganz, was unser HIerzos nebepsdemt forderi- den Schutze, welchen er den geistigen Interessen seines Volkes und den Wissenschaften gewidmet, auch für die Pflege der Kunst auf den verschiedensten Gebieten gethan hat, da ich, wollte ich hierüber ganz hinweggehen, geradé eine der schönsten und hervor- ragendsten Eigenthümlichkeiten unseres Landesfürsten verschwiegen habenlwürde. Wie er die Kunst überall fördert und aufmuntert, selbst im fernen Auslande, das bekunden die berühmten Namen eines Drake, Hopfgarten und vieler Anderer doch ich darf gerade auf diesem Gebiete kurz sein trotz aller Fülle lund Manigfaltigkeit des Stoffes, denn überall bieten sich unserem Blicke die herrlichsten Werke der Kunst dar, die unser Herzog, dem die Natur einen hohen Grad von Kunstsinn und Geschmack verliehen, ins Leben gerufen der doch gefördert hat. Die beiden schönen Gotteshäuser, welche eine Zierde dieser. Stadt sind, würden wir sie jetzt zum Himmel emporragen sehen, wenn nicht vorzugsweise der fromme Sinn, die hochherzige Freigebigkeit uhseres Her- zogs dem Herrn diese Stätten der Verehrung gegründet hätte? Soll ich noch erinnern an die herrliche Grabcapelle mit ihren schönen Sculpturarbeiten, die Ruhestätte der hochseligen, Herzogin Elisabeth, an das vielbewunderte Paulinendenkmal, welches zu- gleich ein Denkmal der edelsten Pietät unseres fürstlichen Herrn gegen seine unver- gessliche zweite Mutter ist, an die gepriesenen Wintergärten im Parke zu Biebrich und an diesen lieblichen Park selbst, den der stolze Rheinstrom bespült, als das Kleinod des einzigen Fürstensitzes, der sich an seinen Ufern erhebt; soll ich erinnern an all die herrlichen und geschmackvollen Kunstanlagen, welche hier in dieser unserer schönen Stadt täglich unser Auge erfreuen, an alle die trefflichen Schöpfungen in Enis, Schwal- bach und anderen Städten des Landes, welche von den Fremden fast aller Nationen Europas, für welche unser von der Natur so begünstigtes, von der Künst so reich ge- schmücktes Land eine Stätte heiteren Genusses und wein Ziel der Sehnsucht ist, be- wundert. und gepriesen werden? IIo rodlsil oib buf arstavynsilfuta l aeb uobe T ib Wenden wir uns vom allen diesen Gegenständen, die wir. Reuigatensandenten mussten, zur Persönlichkeit unseres Herzoges selbst und versuchen wir, ihm einen Augenblickinäher zu treten nach seinen Beziehungen als Familienvater, finden wir ihn auch Häch dieser Richtung hin mit Tugenden und vortrefflichen Eigenschaften geschmickt, welcheihm unse- rer Liebe würdig machen würden, auch wenn ennicht als unser Landesvater unserem Heraen so nahe stände. Ernst und Mildelsind auch in seinem Character, wie uns dieses fast bei allen Fürsten des nassanischen Stammes begegnet, zu schöner Harmonie verbunden. Vieles hat unser Herzog erfahren, was geeignet war, seinem Gemüthslében eine ernate Stimmung zu geben, und seine Tage sind von harten Fügungen des Schicksals, wie sie an keinem