Aufsatz 
Rede, gehalten bei der Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Hoheit des Herzogs
Entstehung
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die Dillenburgischen Stammlande segensreich regierte und der Prinzen Ludwig, Adolf und Heinrich, die ebenfalls für die Sache der Niederlande ihr Leben einsetzten, ferner Wilhelm's des Verschwiegenen hochberühmten Sohn Moriz von Oranien, den grössten Feldherrn seines Jahrhunderts und seinen edlen und liebenswürdigen Bruder Friedrich Heinrich, endlich Wilhelm's des Schweigsamen staatsklugen Enkel Wilhelm II. und seinen grossen Urenkel Wilhelm III., der den Königsthron Englands bestieg und Eu- ropa gegen die französische Dictatur Ludwigs XIV. mit siegreicher Tapferkeit und Staatskunst vertheidigte wahrlich eine glänzende Reihe ausgezeichneter, reichbegabter Männer, deren ruhmvolle Geschichte dem Enkel wohl Vertrauen einzuflössen geeignet ist auf dieses Stammes Tüchtigkeit und Heldengrösse! Und unser Herzog, finden wir in ihm nicht alle jene Charakterzüge wieder, welche gleichsam zur Eigenart des nassau- ischen Fürstenstammes zu gehören scheinen? Mit Verehrung und Liebe hängt er an seinen Vorfahren, denn er besitzt jene Eigenthümlichkeit, welche ich bereits als histo- rischen Sinn bezeichnet habe; das Beispiel seiner Ahnen übet auf sein von edler Pietät durchdrungenes Gemüth einen mächtigen Eindruck; er will zunächst ein nassau- ischer Fürst, er will ein Nassauer sein und bleiben. Und darin folgt er dem Grund- zuge des deutschen Wesens, der durch die ganze deutsche Geschichte geht, der keine Verwischung der Stammeseigenthümlichkeiten, kein Aufgehen der berechtigten Sonder- bildungen in das abstracte Allgemeine, kein die selbstständige Entwickelung der ein- zelnen Stämme beengendes Uniformiren und Nivelliren duldet; der da verlangt, dass jeder deutsche Volksstamm fest an seinen Helden hange und dafür sorge, dass deren Kunde erfrischend und belebend zu dem Enkel dringe, da nur aus den Stämmen die Nation zusammenwachsen kann und an dem alten Ruhme der neue erstarken muss. Aber bei dieser Gesinnung, die unseren Herzog die historischen Ueberlieferungen seines Geschlechtes und seines Volksstammes mit Wärme umfassen lässt, hält er doch seinen Blick stets auf das Ganze gerichtet; denn er weiss, dass im Ganzen die Macht liegt und jeder deutsche Volksstamm sich als Glied des Ganzen, als Theil des grossen deut- schen Vaterlandes fühlen und erkennen muss. Darum hat stets sein Herz warm ge- schlagen für des deutschen Vaterlandes Macht, Grösse und Herrlichkeit, für deren Ver- wirklichung er keine Austrengung, kein Opfer jemals gescheut hat, und wahrlich! er füllten sich nach seinen patriotischen Wünschen die Geschicke des deutschen Volkes, so würden nicht mehr lange die Raben den Berg der güldenen Aue umfliegen und frohlocken würde der Engel unsers Volkes, weil er die deutsche Herrlichkeit durch alle Welten verkünden könnte*. urT Unser Herzog ist ausgerüstet. mit allan Eigehchefte dien ein wahrer Herzog voch der uralten geschichtlichen Bedeutung des Wortes besitzen soll; er ist ein wahrer Kriegsherr, und Oberfeldherr seiner braven Kriegerschaaren, und wie er keinem andern deutschen Fürsten jemals pachstand in treuer, gewissenhafter Erfüllung seiner Bundes- pflichten, so war er stets Sureieis und hdostenie in der Itunde der Heſbe⸗ und mi