Aufsatz 
Rede, gehalten bei der Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Hoheit des Herzogs
Entstehung
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7.

sich Vofi den Franzosen, deren unfreiwillige Bundesgenossen sie seit sieben Jahren gewesen waren, zu trennen; gleichzeitig sagten sieh Beide nassauische Fürsten vom Rheinbunde los und am 23. Noveniber 1813 schlossen sie mit Kaiser Franz I. von Oeésterreich einen Vertrag, durch- welbhen sie in das zur Befreiung von der napoled- nischén Gewaltherrschaft gestiftete grosse Bündniss dufgenommen wurdend Schon in dem ersten Priedensjahre erwarben sich beide Fürsten das unsterbliche Verdienst, zu- erst von alléen deutbehei PFürsten, ihfen Staaten eine auf den Grundsätzen der consti- tutionellen Monarchie beruhende landständische Verfassung und zwar durch das Edict vom I. und 2. September 1814 verliehen zu haben. Dem am 8. Juni 1815 in Wien zur Erhaltung der inneren und' ausseren Sicherheit Deutschlands geschlossenen deut- sChen Bunde schlossen auch die beidem nasbauischen Fürsten sich an, und in der Bun- desäcten wurde bekanntlich die Bestimmung getroffen, dass' das- Herzogthum Nassau gemeinschaftlich mit Braunschweig d 13. Stimme und in der Plenarversammlung 2wei Stimmen führen solle. uEdasrd 7 eb nslli t ueᷣb dornb dab a taw 00. Als im folgetiden Jahre Napoleon Elba verliess und einen letzten Versueh machte, die verlorne Herrschaft Wiederzugbwinnen, betheiligte sich die nassauische Brigade un- ter dem Oberbefehle des Generals von Kruse an dem Entscheidungskampfe bei Water- 100 und vertheidigte auf dem kussersten linken Flügel der Armee Wellington's das von den Franzosen mit grosser Uebermacht bestürmte Houguemont mit so helden- müthiger Tapferkeit und so glünzendem Erfolge, dass Houguemont das Saragossa von Waterloo genannt wurde, und der jugendliche Erbprinz Wilhelm von Nassau, der als Wellingtoms Adjutant an der Schlacht theilnahm und in derselben verwundet- wurde ging seinen Truppen mit dem Beispiele der muthigsten Tapferkeit voran.. Der Furst Friedrich Wilhem von Nassau- Weilburg schied am 8. Januar 1816, in einem Lebensalter von 49 Jahren, in Folge eines unglücklichen Falles im Schlosse zu Weilburg, aus dem Leben. Uuvergesslich wird das Andenken dieses edlen und men- Schenfreundlicllen, dureh Adic seftehsten Eigenschaften des Herzens und Geistes ausge- zeiehHdten Fürsten Pleiben, der kein anderes Streben Kannte, als, mit Hintansetzung aller Personlichen Neigungen und Wünschfe, nur das Wohl seiner geliebten Untertha- nen nAch Kräften Zu fördern. Von seiner edlen Gesinnung und hohen Einsicht hatte 60 Wenige rebe vor seinem Tode durch die für die neue Landesregierüing von ihm érlassené Vergultungsoränung ein Herfliches Zeugniss" gegeben, dinden er jener Be- Hörde einschirfte.Sie sollé niemals Vergessen, dass das grösste Mass der Freiheit des Eihgelnet, welches mit der Sicherheit Aller vereinbar sei, den Sesatenn Golceſgee durech ehne feste Verfassuüig und Voöhlgeordubte Verwaltung erhalten werden solle, und dass die möglichst vollkomméne: körperliche, geistige und sittliche Ausbildung aller Staats glieder und die Beförderung ihres grösstinöglichen, Wohlstandes als oberster Staats- zweck erkannt Kerden miissez wesshalb die Landesregierung stets darauf bedacht sein solle, die Xufmerksümkeit des Regenten auf die Mittel und Wege gewissenhuft hinzu- leiten, Mie jener Zweck im verfussungsmässigen Gangé gefördert werdeh könne, und