Aufsatz 
Rede, gehalten bei der Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Hoheit des Herzogs
Entstehung
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Bestrebungen leitet und begeistert, der Pietät gegen dieerhabenen und ruhmvolleén Traditionen seines Hauses, der Ehrfurcht, welehe er insbesondere Allem zollt, was von seinem unvergesslichen Vater ausgegangen ist;, sodass er in seinem bescheidenen, kind- lich trommen Sinne darin sein höchstes-Verdieust setzt, im Geiste und nach dem Vor- bilde seines vortrefflichen Vaters zw tregieren und das von diesem Begonnene und Ge- pflanzte zu vollenden und zur Reifeozu bringen. Eine weitere Aufforderung, das Feld der Geschichte au betreten, erkenne ich endlich noch darin, dass ich hier auch vor der Jugenduzu reden thabe, welche von mir erwarten darf, dass ich bei dieser freu- digen Veranlassung wénigstensseinige Blätter aus def Geschichtée ihres Heimatslandes vor ihr entrolle, die ihr gerade an solchen vaterländischen Freudentagen durch das lebendige, voft einem innigen Gefühlederwärmte Wort zu erhebender Erinnerung vor- geführtmhdutief und unvergesslich eingeprägt werden soll. Das ist es also vorzugs- weise, Was mich mit Zagen an meine Aufgabengehen lässt, dass ich aus dem reichen Schatze der Vergangenheit nur Weniges auswählen darf und SoVieles wegen der duroh Zeit und Umstände gebotenen Einschränkung auszuscheiden und bei Seite zu dassen genöthigt bin, waslich, wären mir nicht jene Schranken gesetzt, nicht unberührt lassen würde. Aber selbst auf die Gefahr hin, vielen der hier Versammelten nicht zudge- nügen, muss ich dieses Zagen überwinden und bein voller Erkenntniss der Schwierig- keit meiner Aufgabe und der ʒUnzulänglichkeit meiner Kraft durch) dien Hoffnung mich emporrichten und ermuthigen, dass die freudig gehobene Stimmung, in welcher sich heutel mit unserem ganzen Volke auch diese geehrte Versammlung befindet, weniger zu strenger Beurtheilung des Unvollkommenendund Mangelhaften als zu nachsichts- voller Anerkennung des guten Willens geneigt machen werde. 1 bibunbanlaor ioma Indem ichnun die zum Verständnissen der Regierung unseres Herzogs unent- behrliche historische Uebersicht versüche, will ich sofort den Beweis liefern, dass ich die Nothwendigkeit der Beschränkung in vollem Masse erkenne, indem ich ausser wenigen uhvermeidlichen Rückblicken auf frühere Begebenheiten nur dien Geschichte der Neuzeit einer genaueren Betrachtung unterwerfe, die aufl den Sturz der napoléo- nischen Zwingherrschaft folgende Periode, welche durch die denkwürdigen Befreiungs- kriege herbeigeführt wurde, an deren letztem Acte auch unsere aterländischen Krieger einen so ruhmvollen Antleil genommen haben! rmaun er erell e eee Das Herzogthum Nassau, unser geliebtes Vaterlanct, miit Recht gepriesen als eines

der schönsten und gesegnetsten deutschen Länder, ist nach seinem gegenwärtigen Terri- torialumfange dus dem auf den Lüneviller Frieden, welcher ani 9. Februar 1801 zwi- Schen der französischen Republik und dem deutschen Reiche abgeschlossen wurde, fol- genden Reichsdeputationshauptschlusse vom 25. Februar 1803;) welcher den nassau- ischen Fürsten für die an Frankreich verlorenen linksrheinisclien Gebietemsehr be- deutende Entschädigungen auf dem rechteu Rheinufer zuerkaunte; ferner aus den Be- stimmungen der Wiener Congressacteb vom Jahr 1815 und einem noch nachträglich mit der Krone Preussen im Jahr 1s8l6 abgeschlossenen Staatsvertrage hervorgegangen.

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