Aufsatz 
Der zweite Feldzug Rudolf's von Habsburg gegen Ottokar von Böhmen, nach den Quellen dargestellt
Entstehung
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1846 wurde et von dem Miniſterium des Innern zum Stellvertreter des Gpmnaſialditettors deſtellt und nach dem am 10. Dec. 1849 erfolgten Hinſcheiden des Directors Dr. Dronke, in welchem er nicht nur einen woblwollenden Bergeſehten, ſondern auch einen aufrichtigen Freund verlor, wurde er durch Allerböchſtes Reſeript Seiner Königlichen Hobeit des Kurfürſten vom 3. Jannat 1850 zum Dirertor des Gymnaftums zu Fulda ernannt. Neben dieſer Stellung wurde er, wie er berrits im Jahre 1849. in Folge einſtimmiger Wahl ſeinet Amtegenoſſen. der Commiſfion, welche zur Prüfung der von den Lehrercollegteu zu einer Reform des Gvmnaſialweſens eingerrichten Borſchläge von dem Miniſterium nach Caſſel berufen worden war, als Mitglied angehört hatte, durch das Vertrauen derzelden bohen Behörde auch zum Mitgliede der Schulcommiſſion, welcher die Berathung der organiſchen Verbältniſſe und Einrichtungen der karbeſſiſchen Gymmaſien und die Vornahmt der zweiten Prüfung der Candidaten des Gymnafial⸗ lebramtes obliegt, beſtellt und blieb in dieſer Stellung bis zu ſeinem Ausſcheiden aus dem kurheſſiſchen Staatsdienſte.

Wäbrend ſeiner amtlichen Wirkſamkeit in Fulda find außet ſeinen Arbeiten für verſchiedene Zeitſchriften fol⸗ geude Schriften von ihm im Drucke erſchienen:

Handbuch für den biograrbiſchen Geſchichtsunterricht. Erſter Theil: Alte Geſchichte. 1842(in 4. Auff erſchienen 1806). Der Bruderkrieg der Söhne Ludwig's des Frommen und der Vertrag von Verdun, nach den Quellen dargeſtellt. 1843. Handbuch für deu biographiſchen Geſchichtsunterricht. Zweiter Theil: Mitt⸗ lere und neuere Geſchichte. 1844(in 4. Aufl. erſchienen 1858) Auswahl mittelhochdeutſcher Dichtungen. für böhere Lehranſtalten herausgeg. 1847. Wörterbuch zur Auswahl mittelhochdeutſcher Dichtungen. 1817. Koͤnig Konrad der Franke. 1850. Die Feldzüge Robert Guiscard's gegen das bpyzantiniſche Reich, nach den Quellen dargeſtellt. 1854. Bemerkungen zu Eigil's Nachrichten über die Gründung und Urgeſchichte des Kloſters Fulda(1856 als Einladungsſchrift zur tauſendjährigen Hrabanusfeier erſchieneu). Eigil's Leben des h. Sturmius. Ueberſchung und Anmerkungen. 1858.

Auch widmete er einen Theil ſeiner Muße dem Vereine füt heſſiſche Geſchichte und Landeskunde, welchem er vom Jahre 1847 an bis zu ſeinem Abgange aus Kurheſſen als Ausſchußmitglied angehörte, und bemühte ſich, die Intereſſen dieſes Bereins namentlich durch Vorträge in deu zu Fulda abgehaltenen Bezirtsverſammlungen deſſelben zu fördern..

Die Verhältniſſe, unter welchen er in Fulda, welches ihm auch durch die Gründung eines glücklichen Fami⸗ ſienlebens zur zweiten geliebten Heimat geworden war, wirkte, waren für ihn in jeder Beziehung ſo erfreulich und angenehm, daß ihm der Gedanke, ſeine dortige Stellung mit einer andern zu vertauſchen, ſtets fern lag, ob⸗ gleich ihm dazu mehrmals durch auswärtige Freunde Verankaſſung geboten wurde. Gleichwohl hatte ihm die Vor⸗ ſebung nicht beſchieden, in der freundlichen Bonificiusſtadt das Ziel ſeiner irdiſchen Laufbahn zu finden, indem mit Genehmigung Seiner Hoheit des Herzogs von Naſſau unter'm 25. Januar 1858 von der Herzoglichen Landes⸗ regierung die Berufung als Oberſchulrath und Director des Herzoglichen Gymnaſiums zu Hadamar an ihn gelangte und zwar unter Verhältniſſen, welche den Entſchluß bei ihm zur Reife gelangen ließen, dieſem ſo ehrenvollen Rufe, welcher ihn überdies in die Nähe ſeines Geburtslandes und geliebter Verwandten zurückbrachte, Folge zu geben. Die erbetene Entlaſſung aus dem kurheſſiſchen Staatsdienſte wurde ibm durch Allerhöchſtes Reſeript vom 4. Februar 1858 allergnädigſt ertheilt, welches von folgendem Miniſterialreſcripte begteitet war:

Seine Köͤnigliche Hoheit der Kurfürſt haben allergnädigſt geruht, Ihnen, Herr Gymnaſialdirector!, die allerunterthänigſt nachgeſuchte Entlaſſung von Ihrem Amte vom 1. April d. J an allergnädigſt zu ertheilen.

Indem das unterzeichnete Miniſterium des Iunnern das deshalbige allerhöchſte Reſcript anbei zufertigt, ergreift es dieſe Gelegenbeit, Ihnen im Hinblick auf Ihre Leiſtungen am Gymnaſium zu Fulda und als Mit⸗ glied der Ober⸗Schulcommiſſion für Gymnaſial⸗Angelegenbeiten ſeine volle Anerkennung Ihrer reichen, geſegneten Wirkſamkeit, und fein tiefes Bedauern, Sie aus dem vaterländiſchen Schuldienſte ſcheiden zu ſehen, auszu⸗ ſprechen, und den Wunſch auszudrücken, daß der Segen des Himmels Sie auch in Ihrem neuen Wirkungskreiſe begleiten möge! 1

Caſſel, am 18. Februar 1858. Kurfürſtliches Miniſterium des Innern.

Scheffer.

Die vielen Beweiſe aufrichtigen Wohlwollens und berzlicher Liebe, welche ihm bei ſeinem Scheiden aus Kur⸗ heſſen und Fulda und noch nach demſelben von Vorgeſetzten und Frzunden. Amtsgenoſſen und Schülern, kurz von Allen, mit welchen er während ſeiner Wirkſamkeit in Kurheſſen in nähere und entferntere Berührung gekommen war, zu Theil geworden ſind, hier ausführlich zu erwähnen, muß er ſich zwar verſagen; ſie werden aber, ſo lange ihm Gott das Leben friſtet, ſeiner Seele tief eingeprägt bleiben und in dankbarſter Erinnerung von ihm bewahrt werden. Doch darf er nicht unerwähnt laſſen, daß ibm von der Univerſttär Marburg mit ebenſo nachſichtsvoller als wohl⸗ wollender Beurtheilung ſeiner Bemühungen für Schule und Wiſſenſchaft am 27. November 1858 die philoſophiſche