Aufsatz 
Der zweite Feldzug Rudolf's von Habsburg gegen Ottokar von Böhmen, nach den Quellen dargestellt
Entstehung
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Bezüglich der Lebensnachrichten der im verfloſſenen Schuljahre bei dem Gymnaſium neu eingetretenen Lehrer geſtattet ſich der zeichnete auf frühere Programme und zwar für den Profeſſor Lade auf das Programm des äädagogiums zu Dillenburg v. J. 1846, für den Con⸗ rector Dr. Eickemeyer auf das Programm des Gymnaſiums zu Weilburg v. J. 1852, für den Conrector Dr. Deutſchmann auf das Programm des hieſigen Gymnaſiums v. J. 1851, für den Collaborator Hetzel auf das Programm des hieſigen Gymnaſiums v. J. 1857 zu verweiſen. Der Elementarlehrer Decku hat dem über ſein baheres Leben folgende Angaben gemacht:

Joſeph Decku wurde am 7. September 1828 zu geheren Seine Schulbildung c er von ſeinem Vater, der ſelbſt Lebrer iſt, und erlangte nach beſtandener Prüfung im April 1845 die Aufnahme in das Seminarium zu Idſtein. Dieſe Anſtalt beſuchte er drei Jahre und wurde im Mai 1848 an das Taubſtummen⸗ Inſtitut zu Kamberg beordert und im April des folgenden Jahres von da an die Lehrgehilfenſtelle zu Kriftel, Herzogl. Amts Höchſt, verſetzt. Die Ernennung zum Lehrer erhielt er am 1. October 1854 mit ſeiner Verſetzung nach Maroth, Herzogl. Amts Selters. An der Lehrerſtelle daſelbſt wirkte er 1 Jahr 6 Monate und wurde von Hoher Landes⸗Regierung vom 1. April 1856 an zum Lehrer in Langendernbach, Herzogl. Anns ernannt. Von dort wurde er im vorigen Herbſte an das hieſige Gymnaſium dirigirt.

Ueber ſein eigenes Leben erlaubt ſich der Unterzeichnete folgende Mittheilungen zu machen:

Karl Schwartz, Sohn des erſt vor einigen Jahren auf ſein Nachſuchen in Ruheſtand verſetzten Königlich Preußiſchen Steuerraths und Ober⸗ Zoll⸗Inſpectors, Ritters ꝛec Schwartz zu Warburg, wurde am 31. Auguſt 1809 zu Düſſelderf geboren, erhielt ſeine Gymnafialbildung zu Bonn und Cöln und widmete ſich von Oſtern 1827 an vier Jahre hindurch dem Studium der Philologie und Geſchichte auf der Univerſität zu Bonn und der Akademie zu Münſter, wo namentlich Brandis, Delbrück, Grauert, Heinrich, Hüllmann, Näke, Niebuhr, A. W. v. Schlegel, Welcker, Winiewski ſeine Lehrer waren. Im Januar 1831 beſtand er vor der wiſſenſchaftlichen Prüfungscommiſſion zu Münſter das Eramen pro facultate docendi und hierauf an dem Gymnaſium daſelbſt, von Oſtern 1831 an, das vorſchriftsmäßige Probejahr, nach deſſen Beendigung er, durch Reſcript der Königlichen Regierung zu Minden vom 7. Junt 1832, als Hilfslehrer an dem Progymnaſium zu Warburg ſeine erſte Anſtellung erhielt. Von hier wurde er nach zweijähriger Wirkſamkeit durch Reſcript derſelben Behörde vom 29. April 1834 als ordentlicher Lehrer an das Progymnaſium zu Rierberg befördert, welchem er bis zum Herbſte 1837 ſeine Thätigkeit widmete, als ihm von dem Kurfürſtlich Heſſiſchen Miniſterium des Innern die damals durch den Tod des Dr. Kilian Wolf erledigte Stelle eines ordentlichen Hauptlehrers an dem Gymnaſtum zu Fulda, mit welcher vorzugsweiſe philologiſcher und geſchichtlicher Unterricht in den beiden oberen Claſſen verbunden war, angetragen wurde. Obgleich ihn dieſer Ruf in angenehmen Verhältniſſen traf, ſo glaubte er gleichwohl demſelben folgen zu müſſen, da ſich für die Anſtalt, an welcher er damals wirkte, die Ausſicht der Erhebung zu einem vollſtändigen Gymnafium ſo wenig verwirklicht hatte, daß dieſelbe vielmehr von einer Reduction ihres Claſſenumfanges bedroht ſchien, und ſich ihm an dem Gymnafium zu Fulda die Ausſicht auf eine ſeinen Wünſchen entſprechendere Wirkſamkeit darbot. Die Entlaſſung wurde ihm von ſeiner vorgeſetzten Behörde durch folgendes Reſcript ertheilt:;

Nachdem der bisherige Lehrer am Progymnaſio zu Rietberg Herr Karl Schwarz uns ſeine Berufung zum ordentlichen Lehrer am Gymnaſium zu Fulda augezeigt und auf ſeine Entlaſſung aus ſeinem Verhältniſſe zu erſt⸗ gedachter Anſtalt angetragen hat, ſo ertheilen wir ihm ſolche hiemit und kraft dieſes mit dem Bemerken, wie der Herr ꝛc. Schwartz durch ſein reges Streben in Erfüllung aller ſeiner Pflichten ſowie durch ſeine vorzüglichen Lei⸗ ſtungen in ſeinen mit mehrfachen Schwierigkeiten verkgüpften Amtsverhältniſſen uns ſtets Veranlaſſung zur vollkom⸗ menſten Zufriedenheit mit ihm gegeben hat, ſo daß wir ihn ungern aus unſerem Verwaltungsbezirke ſcheiden ſehen.

Minden, den 19. October 1837. Königlich Preußiſche Regierung. Abtheilung des Innern.

. Richter. Kalisky.

Nachdem er durch Höchſtes Reſcript vom 28. October 1837 zum ordentlichen Hauptlehrer an dem Gvmnaftum zu Fulda beſtellt worden war, begann er am 5. November 1837 ſeine amtliche Thätigkeit an der genannten Anſtalt, welcher er faſt ein und zwanzig Jahre hindurch, bis zum Frühjahr 1858, anzugehören das Glück hatte. Im Jabre