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übergab Hamelenburg(Hammelburg) mit Allem, was zu dieſem königlichen Gute gehörte, kraft einer von ihm ſelbſt vollzogenen Urkunde, aus ſeinem Rechte in das Recht des Herrn, dem Kloſter Fulda zum Eigen— thume. 25 Dieſe Schenkung nahmen die Brüder mit freudigem Danke an und noch heute bringen ſie für das Seelenheil ihres Wohlthäters Gott ihre Gebete dar. Und ſeine ganze Lebenszeit hindurch erfreute ſich der heilige Sturmi der Gunſt des ehrwürdigen Königes Karl.
Zu jener Zeit führte er auch als Geſandter die Unterhandlungen zwiſchen Karl, dem Könige der Fran⸗ ken, und Thaſilo, dem Herzoge der Noriſchen Provinz, und befeſtigte mehrere Jahre hindurch die ie Frennd⸗ ſchaft zwiſchen Beiden. ²⁰
Als der König Karl bereits im vierten Jahre glücklich regierte, zeigte ſich das wilde Volk der Sachſen gegen Alle überaus feindſelig und heidniſchen Gebräuchen allzu ſehr ergeben. Der König Karl aber, wie er denn jederzeit ein demuthsvoller Diener des Herrn und ein eifriger Freund des Chriſtenthumes war, begann darüber nachzudenken, wie er dieſes Volk für den Heiland gewinnen könnte. Nachdem er ſich mit den Dienern Gottes berathen, forderte er ſie auf, durch ihre Gebete die Erfüllung ſeiner Wünſche von der Gnade des Herrn zu erflehen. Hierauf ſammelte er ein großes Heer, rief den Beiſtand des Heilandes an und marſchirte nach Sachſen, um in Gemeinſchaft mit allen Geiſtlichen, üÄbten, Prieſtern und allen recht— gläubigen Bekennern des chriſtlichen Glaubens, welche ſeinem Heere folgten, dieſes Volk, welches von An⸗ beginn der Welt an in den Banden der böſen Geiſter verſtrickt geweſen war, durch die heilige Lehre dahin zu bringen, im Glauben an den göttlichen Heiland das ſanfte und milde Joch desſelben auf ſich zu nehmen. Als der König in das Sachſenland gekommen war, bekehrte er theils durch Waffengewalt, theils durch freundliches Zureden, theils auch durch Geſchenke jenes Volk zum größten Theil zu der chriſtlichen Lehre und nicht lange Zeit nachher theilte er jene ganze Provinz in biſchöfliche Sprengel und ertheilte den Dienern des Herrn den Auftrag, zu lehren und zu taufen. ²* Damals wurde der größte Theil jenes Landes und Volkes der Verwaltung des heiligen Sturmi anvertraut. Nachdem er nun das Predigtamt übernommen hatte, war er auf jede Weiſe bemüht, einen großen Theil dieſes Volkes für den Herrn zu gewinnen und benutzte jede günſtige Gelegenheit, ſie durch heilige Geſpräche zu belehren und ſie eifrig zu ermahnen, daß ſie ihre Bilder und Götzen verlaſſen, den chriſtlichen Glauben annehmen, die Tempel ihrer Götter zerſtören, die Haine ausrotten und heilige Baſiliken erbauen möchten.
Als er nun predigend und taufend eine lange Zeit mit ſeinen Prieſtern im Sachſenlande zugebracht und in allen Gegenden einzelne Kirchen erbaut hatte, geſchah es dennoch, daß das böſe und verkehrte Volk der Sachſen abermals vom Glauben an Chriſtus ſich abwandte und in leere Irrthümer ſich verſtrickte. Sie ſammelten ein Heer, überſchritten die Gränzen ihres Landes und gelangten, Alles verheerend und verwüſtend, bis an den Rhein. Bei der Rückkehr von dieſem Zuge machten ſie alle ihre Feinde, welche ſie erreichen konnten, ſchonungslos mit dem Schwerte nieder. Als ihr Heer in dem Lahngaue, welcher in der Nähe des obenerwähnten Kloſters liegt, ſich gelagert hatte, faßten ſie den Anſchlag, eine ausgewählte Schaar aus ihrem Heere zu dem Kloſter ſelbſt abzuſenden und Alles, was ſie dort ſinden würden, in Flammen aufgehen zu laſſen, die Diener Gottes aber mit dem Schwerte zu ermorden. Sobald dieſes der heilige Sturmi er— fahren hatte, berief er ſogleich die Brüder zu ſich, machte ſie mit der Gefahr, welche ihnen drohte, bekannt und gab ihnen den Nath, den Leichnam des heiligen Märtyrers zu nehmen und ſich ſchleunigſt nach Hame⸗ lanburg(Hammelburg) zu begeben. Er ſelbſt aber, der Mann Gottes Sturmi, begab ſich nach der We⸗ dereiba(Wetterau), in der Abſicht, den Anſchlag der Böſen, wenn nur irgend möglich, zu vereiteln. Wir


