Aufsatz 
Bemerkungen zu Eigil's Nachrichten über die Gründung und Urgeschichte des Klosters Fulda
Entstehung
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über dieſes bedentende Werk aus:Post autem non longum temporis cogitans, qualiter adimpleri potuisset quod sancta regula praefatur, ut artes diversae intra monasterium continerentur, ne forte propter aliquam necessitatem foris vagandi fratribus opus fieret, congregatis quantis potuit fossatoribus et ut ipse erat acer ingenio, explorato passim cursu fluminis Fuldae, non parvo spatio a monasterio ipsius amnis fluenta a proprio abduxit cursu, et per non modica fossata monasterium influere fecit, ita ut fluminis impetus laetificaret coenobium Dei. Quantum illud opus fratribus profuit quantamque utilitatem adhuc cotidie ministret, et cernentibus et utentibus manifestum est. Der Catalogus abbatum Fuldensium, jene ſo werthvolle Chronik des zehnten Jahrhunderts, welche in großartig einfachem Lapidarſtil die Geſchichte Fulda's unter ſeinen erſten zehn Aebten(744 916) erzählt, ſtellt die Kanalanlage des erſten Abtes geradezu als ſein bedeutendſtes Unternehmen hin, indem ſie Folgendes über ihn berichtet(Schannat Cod. Prob. p. 1; Böhmer Font. Rer. Germ. III, p. 161):Anno domini DCCXLIIII primus pater et fundator Fuldensis coe- nobii Styrmi per annos triginta sex eundem locum prudenter evexit. Qui apud Pippinum Otmuntesstat, apud Karolum Hamulumburg adquisivit. Sed et inter alia multa utilia partem fluminis Fulde mo- nasterio per aqueductum introduxit, tante utilitatis ut vix verbis explicari queat. OQui per omnia utilis et laudabilis XVI. Kal. januarii obiit. Sturmius ließ alſo, um es den Mönchen möglich zu machen, die zahlreichen Gewerbe, zu deren Betriebe Waſſer erforderlich iſt, innerhalb des Kloſter⸗ bezirkes auszuüben(ohne Zweifel gehörte dazu auch die Anlage einer Mühle) und die Entfernung der Mönche aus demſelben, welche mancherlei Uebelſtände herbeiführen mochte, zu verhüten, den Fluß vermittelſt eines Kanales nicht etwa durch das Kloſtergebäude, wie man mitunter geglaubt hat, ſondern durch den ſehr umfangreichen Bezirkdes Kloſters leiten Dieſer vielgerühmte Kanal, welcher höchſt wahrſcheinlich, ſowie der gegenwärtige Mühl⸗ graben, bei dem etwa eine halbe Stunde oberhalb Fulda liegenden Dorfe Kohlhaus ſeinen Anfang nahm(in geringerer Entfernung würde durch die Kanalanlage das erforderliche Gefälle nicht erreicht worden ſein), iſt nicht etwa ſpurlos verſchwunden, ſondern es dürfte wol keinem Zweifel unterliegen, daß wir in der gegenwärtigen Kanalanlage und zwar ſowol in der äußeren, dem Mühlgraben, als auch in der inneren, dem ſogenannten Wollwebersgraben(von welchem die Kanalſtraße, gewöhnlichdie Platten genannt, den Namen führt), jenen alten, von dem h. Sturmius angelegten Kanal zu erkennen haben, welcher nur im Laufe der Jahrhunderte die durch die Entwickelung der Gewerbe und mehrfache Zeitbedürfniſſe bedingten Erweiterungen und Verän⸗ derungen erfahren hat, zu welchen insbeſondere die dem Kanale zum Treiben der Walkmühle, Ziegelmühle und Hornungsmühle von ſeiner urſprünglichen rein nördlichen Richtung unter einem ſpitzen Winkel nach Süd⸗ weſten gegebenen Ablenkung gehören dürfte. Wenn man erwägt, daß Sturmius eine lange Reihe von Jahren hindurch das Kloſter Fulda verwaltete und daß dieſes damals 400 Mönche(die dienenden Perſonen nicht eingerechnet) zählte, ſo wird man jeden Zweifel, daß der unermüdliche Mann zu einem ſo bedeutenden Unter⸗ nehmen die erforderlichen Kräfte und Mittel habe gewinnen können, aufgeben müſſen. Wenn es ein Freund der Specialgeſchichte Fulda's, was ſehr wünſchenswerth wäre, unternehmen wollte, das Geſchichtliche des gegen⸗ wärtigen Fuldakanals zu erforſchen, ſo würde hoffentlich das, was ich hier freilich nur als Vermuthung ausſprechen kann, durch die Ergebniſſe dieſer Forſchung nur beſtätigt werden und als ſichere Thatſache ſich herausſtellen, daß die Stadt Fulda dem Genie(ut ipse erat acer ingenio ſagt Eigil) und der unverdroſſenen Thätigkeit ihres Patrones, des h. Sturmius, in welchem ſie den Gründer des Kloſters und der Kloſterſchule verehrt, auch ihre Kanalanlage zu verdanken hat.

23. Dieſe Synode wird von Hartzheim(Conc. Germ. I, 90) in das Jahr 752 geſetzt.

24. Eigil ſpricht zwar nur allgemein von den Klöſtern Italiens und der tusciſchen Provinz, doch wird