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erfüllt zu haben glaubte und es nicht wieder über sich gewinnen konnte, das Zeitgemälde fortzu- setzen, welches er ohne düstere Farbenmischung und ohne tiefe Wehmuth nicht zu entwerfen im Stande war, möglich aber auch, dass er zu früh das Ziel’ seiner Tage erreichte, Dum noch einmal
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thätig zu sein in seinem ehrwürdigen Berufe. AiA 346 A.47,B. Arsr S. S Nithard gehört zu den Geschichtschreibern, welehe mit frommem Gemüthe in den Anualen der Menschheit überall die Wege der göttliclien Vorselmng suchen und erkennen. Die harten Bedräng- nisse, unter welchen die Völker seufzten, die schweren Leiden, mit weleben der trübselige Winter des Jahres 342 die geüngstigte Menschheit heimsuchte, alle widrigen Naturerscheinungen betrachtete er als die wohlverdienten Strafen des Allmächtigen für die arge Verblendung seiner Zeitgenossen, als die unausbleiblichen Folgen der heillosen Frevel des Bürgerzwistes.¹) Dei seinem warmen Liler für das Recht und die Tugend, bei der innigen Vaterlandsliebe, welche seine ganze Seele erfällte, musste er mit um so webmüthigerem Blicke bei den Ereignissen der Gegenwart verwei- len, je grölser die Bewunderung war, welche ihm die glorreichen Tage der Vergangenheit, die goldenen Zeiten des groſsen RKarl, einflöſsten. 1“„ Scheiden wir von dem würdigen Manne mit Achtung und hören wir nur noch die Worte, mit welchen er sein Geschichtswerk geschlossen hat: Zu den Zeiten glücklichen Andenkens, sagt er, unter dem grofsen RKarl, welcher vor last dreiſsig Jahren dahin schied, genoss dieses Vollk überall des Friedeens und der Eintracht, weil es einen und denselben geraden Weg und eben desshalb den Weg des IIerrn wandelte. Jetzt aber herrschen, wohin man auch blicken mag, Unfrieden und Zwie- tracht, weil jeder in thörichter Selbstsucht nur die Bahn Wandelt, die ihm allein gefällt. ²2) Damals sah man überall Ueberfluss und Fröhlichkeit, jetzt sieht man überall NMangel und Betrübniss. ³) Die Elemente selbst Waren damals für alle Unternehmungen günstig, jetzt aber zeigen sie sich überall keindlich, was man auch unternehmen magz³) denn also, verkünden es die Worte der heiligen Sehrift: Und die Welt wird in den Rampf zichen gegen die Geistesblinden.“).
1) Dies erkennt man besonders aus den Worten, mit welchen er das letzte Cap. des vierten Buches schlieſst: Per idem tempus eclypsis lunae 13 Kal. Aprilis, contigft. Nix insuper multa eadem nocte cecidit, meroremque omnibus, uti raefatum est, iusto Dei iudicio incussit. Id propterea inquam, quia hino inde ubique rapinae et omnigena mald sese inserebant, illinc aeris intemperies spem omnium bonorum eripiebat. II Sis as
2) Nith. l. c. at nunc e contra, quoniam duique semitam quam cupit, incedit, ubique dissensiones et rixae sunt manifestae.—— 91 ete 4...
3) Nith. 1. c. Tunc ubique habundantia atque laetitia nunc uhique poenuria atque mesticia.
4) Nith. I. C. Ipsa elementa tunc cui que regi congrua nunc autem omnihus ubique contraria. Luden S. 448 übersetzt:„Selhst die Erscheinungen in der Natur waren damals überall dem Könige günstig; jetzt sind sie überall allen Königen entgegen.“ Er hat also anstatt cuique regi gelesen ubique regi(auch S, 637 Annn. 39 spricht er diese Vermuthung aus) und bei omnibus das Wort regihus ergänzt. Allein Pertz macht zu dem Worte regi die Bemerkung: i. e. rei und wenn so gelesen wird, so erhält die Stelle nach meiner Ansicht einen weit besseren und dem ganzen Zusammenhange entsprechenderen Sinn als durch Luden's Vermuthung. Nithard will sagen dass zur Zeit der innern Eintracht, unter Karl d. G., die Natur selbst Alles, was die Menschen unternahmen Spe- günstigt habe, in den gegenwärtigen Zeiten der innern Zwietracht aber alle Unternehmungen in der Natur solbst eine Feindin fänden. Nach seiner Ueberzeugung trug Lothar die Schuld alles Unheils, nicht aber Karl und Ludwig; ist es nun wahrscheinlich, dass er diese letzteren mit Lothar in eine Kategorie gestellt hätte, was doch offenbar geschehen, würde, wenn man die Stelle so auffassen wollte, wie sie von Luden aufgefasst worden ist. 3
5) Nith. 1. c. Et pugnabit orbis terrarum contra insensatos. Buch der Weisheit V, 21.


