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mündige Söhne bei der Thronfolge zu übergehen;z ¹) aber gleichwol musste eine solche Mafsregel gerade bei Aquitanien bedenklich erscheinen, da dieses Land seit Karl's des Groſsen Zeiten eigene Rönige zu haben gewohnt war, und sich um des verstorbenen Rönigs Pippin gleichnamigen Sohn hereits eine so groſse Menge von Anhängern gesammelt hatte, dass hier ein hartnäckiger Rampf unvermeidlich war. 1 d
Die Hoffaung Ludwig's des Frommen, dass darch die Bestimmungen des Wormser Reichs- tages nach seinem Tode das fränkische Reich sich eines ruhigen und geordneten Zustandes erfreuen werde, ging auch so wenig in Erfüllung, dass jclaseler noch bei seinen Lebzeiten der Sturm von zwei Seiten gegen ihn losbrach.
Die Partei Pippin's in Aquitanien, an deren Spitzc Graf Emenus vons Poitiers stand, hatte, ohne die Bestimmungen des Reichstages zu Worms, von welchem sie sich nichts Gutes für ihre Absichten versprach, auch nur abzuwarten, den jungen Pippin auf den Thron seines Vaters erhoben. ²) Raum waren daher die Verhandlungen des Reichstages geschlossen, als Ludwig die Rüstungen zu einem Feldzuge nach Aquitanien betrieb und nach Beendigung derselben ungesäumt nach diesem Lande aufbrach. Allein Pippin's Anhänger vertheidigten sich tapfer und so hatte der Krieg keinen entscheidenden Erfolg, besonders als Ludwig's Unternehmungen auch noch durch die rauhe Jahres- zeit gehemmt wurden. Im Anfang des Jahres 340 erbielt der Raiser zu Poitiers die Nachricht, dass sein Sohn Ludwig, von den Thüringern und Sachsen unterstützt, mit Heeresmacht in Aleman- nien eingedrungen sei, sich Frankfurts bemächtigt habe und seine Macht bis an den Rhein auszu- dehnen suche. Auf diese Runde musste sich der Raiser entschliefsen, Aquitanien zu verlassen, ohne Pippin und seine Anhänger besiegt zu haben. Nachdem er noch die nöthigen Mafsregeln zur Vertheidigung des linken Rheinufers getroffen hatte, verwendete er den Rest des Winters auf die Rüstungen zu einem Feldzuge nach Deutschland und begab sich dann nach Aachen, wo er das Oster- fest(28. März) feierte. Da er hier die Nachricht erhielt, dafs sich Ludwig der Deutsche in Thü- ringen befinde, so brach er an der Spitze eines Heeres nach diesem Lande auf.*) Allein Ludwig trat seinem Vater nicht mit den Waſſen entgegen. Es ist wahrscheinlich, dass die kindliche Ehr- furcht und Liebe es ihm unmöglich machte, gegen seinen Vater einen wirklichen Rampf 2 unter- nehmen, wenn sie ihn auch nicht hinderte, demselben in drohender Stellung gegenüber zu treten; wahrscheinlich ist es auch, dass er damals über zu geringe Streitkräfte gebot, um den Ramptf mit dem Raiser, selbst wenn er sich zu demselben hätte entschlieſsen wollen, bestehen zu können. Daher wich er vor seinem Vater, der ihn bis an die aüſserste Grenze von Thüringen verfolgte, zu- rück, und da ihm jelzt jeder andere Weg in sein KRönigreich Baiern abgeschnitten war, so musste er sich entschliefsen, einen beschwerlichen und gefahrvollen Zug durch die slawischen Länder zu unter- nehmen und sich den Durchzug durch dieselben mit Geld zu erkaufen. So zog er die Saale hinauf
7 n I PRetessenag, tß Pesfärens LuGrng, det Promnen in Peug auf Nes uyßeren Tishas Ebe ae 2) Ueber diese und die folgenden pegedendendn s. Ruod. Puld. Ann. a. 839 und 840 Pertz 1, 361 und 362. Prud. Trec. Ann. a. 839 und 840 Pertz I, 435 und 436. Vita Hlud. cap. 62, 63 und 64 Pertz Ir. 646, 647 undY 648. Nith. I, cap. 8 Pertz II, 655.
13) Er hahm scinen Me diper Hersfeld, wo er am 8. Apn ankam. Ann, Hildesh., Quedlinburg, Weissen. burg., Lamberti Pertz V, 44 ,u nd 45.—
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