Aufsatz 
Ungedruckte Briefe des Prinzen Leopold von Hessen-Homburg und seiner Geschwister : 1804-1813 / von E. Schulze
Entstehung
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bestand, anschliessen sollten(u. a. befanden sich auch die Grenadiere von Prinz Louis dabei). Dieses war Ursache, dass wir auf mehrere Tage von uliserm zweiten Bataillon getrennt wurden, weil dieses durch dasselbe Dorf retirierte, durch welches wir gekommen, und der General Wartensleben uns vor dem Dorfe vorbei rechts über die Wiesen führte. Wir wurden nicht verfolgt. Der Marsch ging nun ununter- brochen fort. Der Eckhardsberg blieb uns rechts(von diesem Berg wurden eben die Unsern heruntergedrängt, dann kamen wir durch ein Dorf und darauf am Thor von Buttstädt vor- bei. Ungefähr um 10 Uhr des Abends wurde ohnfern eines Dorfes Halt gemacht und biwakiert bis ein Uhr, dann der Marsch fortgesetzt über Kölleda.

Den 15. des Morgens ward die Unstrut bei Sachsen- burg passiert, um Mittag langten wir in Frankenhausen an. Zwei Stunden wurde hier angehalten, dann ging es wieder weiter. Gegen Abend hiess es auf einmal, die Franzosen rückten heran. Es ward Halt gemacht und Front. Nachdem wir lange vergebens gewartet hatten, setzte man sich wieder in Bewegung. Diesseits Henningen gab es wieder einen langen Aufenthalt, so dass das Bataillon erst um ein Uhr nachts in Nordhausen einmarschierte. Den 16. früh um sechs Uhr ward ausgerückt.

Die frohe Hoffnung, durch einen siegreichen Kampf gegen Napoleon Deutschlands Freiheit wieder zu gewinnen, war grausam vereitelt worden. Immer weiter nach Norden ging die Flucht des geschlagenen Heeres. Bei Prenzlau, westlich von Stettin, kapitulierte das Korps des Fürsten Hohenlohe, durch Mürat unter Verpfändung seines Ehren- wortes über die Stärke der französischen Truppenmacht ge- täuscht. So endete der erste Feldzug des damals neunzehn- jährigen Prinzen Leopold mit Gefangenschaft. Auf Ehren- wort verpflichtet, bis zu seiner Auswechselung nicht mehr im preussischen Heere zu dienen, kehrte er nach Homburg zurück. Hier traf er mit seinem Bruder Ludwig zusammen, der sein hart mitgenommenes Regiment am Abend des 14.

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