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wurde. In dem Schätzungsanlagebuch heißt es nämlich Fol. 1b: H. Johann Edmundt Rokoch(gehört) das haus zum Marienberg uffm heumarckh. Dann folgt der Vermerk: modo h. Vice Cantzler v. Praßer zu Wormbs und Frau Ambskellerin Vogtin Wittib. Dieser Eintrag mit modo gehört, wie an anderer Stelle bewiesen wird, in die Jahre 1707— 1725. In dieser Zeit also wurden die Genannten Eigentümer des Ma- rienbergs und zwar, was seither nicht bekannt war, ersterer als Schwiegersohn und letztere als Tochter Johann Edmund Rokochs. Anna Franziska Rokoch, wohl das älteste Kind Johann Edmunds, heiratete am 26. 6. 1694 Lothar Franz Igna⸗ Vogt, damals Amtskeller in Obermörlen, später in Rocken- berg. Vogt starb vor 1725, ohne Kinder zu hinterlassen:; seine Gattin folgte ihm am 11. 9. 1734. Eine jüngere Tochter Johann Edmunds, Emilia Cäcilia, heiratete Ende 1706 oder Anfang 1707 Franz Adam von Brasseur, kurtrierischen Ge- heimen Rat und fürstbischöflich wormsischen Vizekanzler. Emilia Cäcilia wurde als Mutter zahlreicher Kinder am 29. 11. 1737 beerdigt und von ihrem Gatten um fast 11 Jahre überlebt(beerdigt 18. 7. 1748). Wem der Marienberg nach dem Tode der Witwe Vogt zufiel, läßt sich nicht mit Be- stimmtheit sagen. Beerbt wurde sie zweifellos von ihrem Bruder Franz Philipp von Rokoch und der Familie von Bras- seur. Es könnte nun Franz Philipp von Rokoch mit den Seinen den Marienberg bewohnt haben, da der Vizekanzler von Brasseur bis zu seinem Lebensende in Worms verblieb. Allerdings hatte Franz Philipp bereits den geräumigen Spiegel in Eigentum. Wahrscheinlich ist es jedoch, daß, von Rokoch und von Brasseur zwischen 1734 und 1744 den Mittelbau und rechten Flügel des Marienberges verkauften. Dazu paßt ein späterer Eintrag des genannten Schätzungsanlagebuches, der unzweifelhaft vor den 21. Oktober 1744 fällt und mit „modo Jacob Gastwirth“ den derzeitigen Besitzer des Ma- rienberges bezeichnet. Sicher ist dieser Jacob von jenem Peter Boltz verschieden, der in der Stadtaufnahme von 1747 als Eigentümer des Römischen Kaisers und früheren Marien- berges begegnet. Der linke Flügel dieses Gebäudes, die heutige Hirschapotheke, blieb zunächst noch in gemeinschaft- lichem Besitze der Familie von Rokoch und von Brasseur. Erst am 18. November 1747 kam der linke Flügel, der zu einem Drittel der Witwe Rokoch, zu einem ihren Kindern und zu einem der Familie Brasseur gehörte, zur Ver- Steigerung.
Bei dieser Gelegenheit wurde, wie bereits Mainz. Zeitschr. IV, S. 76 dargelegt wurde, Johannes Andreas


