Aufsatz 
Emund Rokoch. Ein Mainzer Kaufmann und Beamter des XVII. Jahrhunderts : 6. Teil. Schluß
Entstehung
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licher Linie mit dem Obersten Franz Philipp von Rokoch erlosch. Die erste Stammtafel(S. 94) mußte diese Frage noch offen lassen, weil damals dem Verfasser noch nicht bekannt war, daß die beiden älteren Söhne des Rentmeisters, Gerhard und Johann Heinrich, ohne Söhne starben. Mit Bemerkung 11 und 13 ist dies außer Zweifel gestellt. Einen zweiten voll- gültigen Beweis hierfür gibt eine Urkunde, die am 13. Sep- tember 1673 ausgestellt wurde(Mainz. Stadtbibl. Faszikel Stadionischer Garten). In ihr verzichten der Rentmeister Fmund Rokoch, seine Söhne Johann Emund und Franz Philipp, sowie Johann Martin Großhans im Namen seiner Kinder auf den Abtsgarten sowie die heutige Petersaue und bekräftigen ihren Verzicht durch Unterschrift und Petschafts- siegel. Wären Kinder von Rokochs früh verstorbenen Söhnen Gerhard und Johann Heinrich vorhanden gewesen, so hätten deren Vormünder ebenso Verzicht leisten müssen wie Groß- hans als Schwiegersohn Emund Rokochs.

Im Hinblick auf diese Tatsachen sind hier nicht mehr die Mainzer Vertreter jener Namen aufzuführen, die an Rokoch anklingen, wie Rogo, Rocho, Rocko. Auch auf den Borten- händler Reiner Martin Rokoch(Vergl. oben S. 71; Bocken- heimer, Die Mainzer Klubisten S. 346; Guide de la Ville de Mayence f. d. Jahr IX S. 80 C 440= Ouintinsgasse 10 wohn- haft) verlohnt es sich nicht mehr näher einzugehen, wenn ihn auch einstmals Friedrich Schneider zu„den Notabeln der Mainzer Kaufleute“ rechnete(Blätter f. Architektur u. Kunst- handwerk, Jahrg. X, S. 54). Dagegen möchte man erfahren, wie etwa Emund Rokoch mit jenen Trägern seines Namens verwandt ist, die in Köln und Frankfurt vorkommen. Aber es fehlt dermalen das urkundliche Material, das den räum- lichen und zeitlichen Abstand zwischen diesen und dem Rent- meister überbrückt.

2. Die Veräußerung des Stammhauses zum Marienberg und das Erlöschen der Mainzer Rokochs.

In dem IV. Bande der Mainzer Zeitschrift wurde Seite 75— 77 ein kurze Geschichte des Marienberges, des nachma- ligen Römischen Kaisers, gegeben. Seitdem bekannt gewor- denes Aktenmaterial sowie eine erneute Durchsicht der Mainzer Kirchenbücher berichtigen die dortigen Ausführungen in mancher Beziehung. So zeigt das Schätzungsanlagebuch von 1694(Mainzer Stabibliothek), wer nach dem Tode Johann Edmund Rokochs(F† 26. 5. 1702), bezw. nach dem Hinscheiden seiner Gattin(im Dezember 1718) Besitzer des Marienberges

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