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bei ihm vorstellig und bat, ihn in dem Besitze des Altares zu belassen; denn dessen Patrone seien Laien, weswegen die Vergebung des Altares nicht den ersten Bitten des Erz- bischofes einverleibt werden könne. Das Domkapitel beschloß in der Sitzung vom 27. Mai 1673 die Angelegenheit dem Erzbischof Lothar Friedrich von Metternich anheimzustellen (M. D. P. Bd. 1673— 77 Fol. 70a). Wie dieser entschied, wissen wir nicht.
Ueber Franz Philipp Rokoch berichtet Joannis Rer. Mogont. T. II p. 683, wo er ihn irtümlich Franz EFEdmund nennt: Er sei 1701(die Grabinschrift hat 1700) von dem Amte eines Kantors zum Scholaster emporgestiegen, am 2. (muß heißen 22.) Oktober 1707 gestorben und vor dem Muttergottesaltar der Liebfrauenkirche bestattet worden. Die Wände dieser Kirche habe er reinigen und aufs neue weißen lassen, diese selbst mit einer kostbaren pneumatischen Orgel ausgestattet. Wie Bodmann in seinem Exemplar des Joannis II S. 666 No. 7(Mainz. Stadtbibl.) vermerkt, hatte diese Orgel in Mainz nicht ihresgleichen.
22) S. 65 und Anm. 3. Seine Beisetzung erfolgte nach dem Kirchenbuch von Liebfrau am 24. Oktober 1707 und zwar, wie bereits erwähnt, vor dem Muttergottesaltar der Liebfrauenkirche und nicht, wie oben S. 65 Z. 18 vermutet wurde, in dem Kreuzgang..
Franz Philipp Rokoch hatte als Kantor und Scholaster von Liebfrau das Haus zum Spiegel bewohnt. Nach seinem Tode(1707) erbten es zunächst die Kinder seines 1702 ver- storbenen Bruders Johann Edmund. Unter diesen fiel es dem Paten des Scholasters Franz Philipp, dem späteren Obersten, zu; bereits im Jahre 1728 begegnet er als Eigentümer des Hauses zum Spiegel(Mainz. Zeitschr. IV S. 72).
Was der Scholaster Franz Philipp Rokoch an liegendem Qute hinterließ, verzeichnet das„Schätzungs-Anlag-Buch Anno 1694“. Darin heißt es unter Aufschrift„Geistliche ex Clero Secundario“ Fol. 483 b:„H. Frantz Philips Cantor ad Gradus.“„ Ein Hauß ahn der StattMauer beym heyl. geist, Anlage 200 fl.; das haus zum Spiegel, modo(1707—1725) die h. h. Erben nemblich die Kinder(des Joh. Edm. Rokoch), modo(1725— 1744) H. Obristlieut. Rokoch, Anlage 1500 fl., Schatzung 6 fl.; Ein hinterhauß sambt garten hinder dem Spiegel, Anlage 200 fl., Schatzung 48 Kr.; die zinßhäußer sambt garten in der alten Münstergaßen, Anlage 750 fl., Schatzung 2 fl. 12 Kr.; 4 Morgen Weingart uff Hauptstein, modo(1707— 1725) Fr(au) Berningerin, 1 Morgen ist zur Fortification gezogen, Anlage 370 fl., Schatzung 3 fl. 12 Kr.;


