Aufsatz 
Emund Rokoch. Ein Mainzer Kaufmann und Beamter des XVII. Jahrhunderts : 6. Teil. Schluß
Entstehung
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100 fl., Schatzung 24 Kr.; Ein Backhaus in der altenmünster gas, Anlage 300 fl., Schatzung 1 fl. 12 Kr.; noch ein häuslein darneben, Anlage 150 fl., Schatzung 36 Kr.; diese 2 letztere poste seint unzerteilt und werden von gesambten Erben ver- schäzt; Ein grosser Garten uff der Bleich, modo(1707 1725) H. Hoff Cammer Rath Nitschky, Anlage 300 fl., Schatzung 1 fl. 12 Kr.; Ein haus an der Stattmauer zwischen dem heyl. Geist und fischpforth, Anlage 250 fl.; sollen zusammen zahlen 9 fl. 27 Kr.

Daneben hatte Joh. Emund Rokoch an dem Besitze An- teil, der den Erben des ERentmeisters noch gemeinsam gehörte. Es verzeichnet nämlich das Schätzungs-Anlag-Buch von 1694 unter den Witwen und Erbschaften Fol. 424a fol- gendes:H. H. Rokochische Erbschaft insgesambt: Der garten ahn der Rokochischen Mühl, Anlage 450 fl., Schatzung 1 fl. 48 Kr.; die Mühl ahn der Alten Münsterpfortten, An- lage 800 fl., Schatzung 3 fl. 12 Kr.; die Veltguter zur obigen Mühl gehörig, modo(1707 1725) H. Cantzler von Lasßer, Anlage 320 fl. Warum diese Güter noch ungeteilt waren, ließ sich nicht ermitteln.

Johann FEdmund Rokoch starb am 26. Mai 1702, ver- mutlich im Marienberg. Es vererbte sich nun dieses stattliche Gebäude bei der endgültigen Teilung unter den Geschwistern nicht, wie ich bisher annahm(Mainz. Zeitschr. IV[1909] S. 76, Z. 15) auf seinen Sohn Franz Philipp, sondern wie die Stelle des Schatzungsanlagebuches(oben S. 381) beweist, auf die beiden verheirateten Schwestern, die Vizekanzlerin von

Braßeur und die Amtskellerin Vogt. Zwischen 1725 und 1744 (oben S. 381 Z. 41), vermutlich nach 1734, d. h. nach dem Tode des Amtskellers Vogt, war der Marienberg im Besitze des Gastwirtes Jacob. Im Jahre 1747 aber war der älteste Teil des Marienberges, das Gebiet der heutigen Hirsch- apotheke, an die Witwe des Obersten Franz Philipp von Rokoch abgetreten(Mainz. Zeitschr. IV S. 76).

20) S. 67, Anm. 2.

21) S. 64, Anm. 3. Am 4. September 1670 schreibt Boeckler an Leibniz, ob Rokoch wirklich Geistlicher ge- worden sei(Handschriftliches Verzeichnis der Leibnizbriefe). 1673 scheint Franz Philipp bereits Priester gewesen zu sein. Denn anfangs Mai 1673 übertrug ihm die Familie von Stalberg in Frankfurt einen Altar der St. Ignaz- kirche in Mainz, dessen Vergebung ihr zustand. Da nun der Domherr Metternich zur Gracht alle auf St. Ignaz bezügliche Kollationen unter die ersten Bitten des neuen Erz- bischofes aufgenommen hatte, so wurde Franz Philipp Rokoch