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2) In den Kirchenbüchern von St. Ouintin, der Pfarrei, der Rokoch zugehörte, findet sich kein Vermerk über seinen Tod, weil der damalige Pfarrer keine Totenlisten führte. Den Todestag Rokochs kennen wir daher nur aus den V. D. A. Bd. 1675— 1682 Fol. 1.
Ob Fmund Rokoch ein Testament hinterließ, wissen wir nicht. Es scheint aber, als ob er seinen letzten Willen nicht schriftlich aufgezeichnet habe. Denn wir hören von keiner kirchlichen Stiftung, die in Vollzug eines Testamentes er- folgte. Dagegen machte er bereits zu Lebzeiten einzelnen Kirchen Zuwendungen. Seine Schenleung an den Sebastianus- altar und die Sebastianusbruderschaft in Buir hat bereits S. 370 Frwähnung gefunden. Wie ein Eintrag des Seelbuches von Liebfrau in Mainz(Mainz. Stadtbibliothek Fol. 38) zeigt, bedachte er auch dieses Stift; die betrefféende Stelle lautet:
Anno Dominni 1674 vel circiter Honorabilis et consultis- simus Dominus Edmundus Rococh Flectoralis camerae Moguntinae Assessor et Questor in Laneck legavit ad ima- ginem Beatissimae virginis Mariae Patronae nostrae colen- dissimae unum Balteum pretiosum ex filis argenteis pulchrè elaboratum quod valet ad minus centum florenis R. J. P.„ex praedicto balteo Ao 1733 confectum est antipendium ad altare B. M. V.“ Zusatz von späterer Hand.
Auch das Mainzer Kartäuserkloster gehörte zu den kirch- lichen Gemeinschaften, die Rokoch beschenkteè. Der Status exterior Cartusiae Moguntinae(Staatsarchiv, Darmstadt) verzeichnet Tom. I, S. 71:„Item Ein Morgen Weingarten neben der Cartauß Ihnen selbst und gemeinem fußpfadt uff den Rhein zu geforcht ex donatione H. Rentmeisters Ro- kochs.“ Ebenda S. 85:„Letstens folgt 1 Morgen ahn dem Nothweeg, der Rohkoch genandt, weilen Er von dem Herrn Emund Rokoch, Rentmeistern zu Maintz, Anno 1668 ist legirt worden, gibt Zehenden ad St. Victorem und Schatzung uff die Müntz und ist frey von Zinßen.“ Weiterhin wird dieser Weinberg als steinig und unergiebig bezeichnet.
3) S. 58, Anm. 1. Als Anna Katharina Eichhorn heiratete, war ihr Vater Matthaeus(die Formen Mathias und Matthaeus wechseln, vergl. S. 58, Anm. 1 u. 2) Eichhorn bereits tot (Ebenda). Es lebte aber noch ihre Mutter Katharina, die erst am 25. Oktober 1648 verstarb(Ebenda Anm. 2), ferner ihr Bruder Gerhard, der am 5. April 1636 Mitglied des Mainzer Stadtrates wurde(V. D. A. Bd. 1625— 1645, S. 286). Am 17. April desselben Jahres wird er Rent-, Bau- und Wacht- meister genannt(Ebenda S. 291). Die beiden letzterwähnten Aemter bekleidete er als Ratsverwandter; dagegen wurde


