Aufsatz 
Emund Rokoch. Ein Mainzer Kaufmann und Beamter des XVII. Jahrhunderts : 1. Teil
Entstehung
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April 1662 in den Rat.¹) Es erfolgte Rechnungsablage über die bürgerlichen Einzugsgelder, über den Herdschillung und die Zinsrechnung.

Weiterhin wirkte Rokoch bei folgenden Anlässen mit:

Am 14. Oktober 1662 wurden die Brudermeister sämtlicher Zünfte auf das Rathaus beschieden²) und von 2 kurfürst lichen Befehlen in Kenntnis gesetzt, 1. dass sich die gesamte Bürgerschaft»bei jetzigem noch ziemlichen Kauf des Kornes auf ein Jahr proviantieren solle; damit dieses um so besser ausgeführt werde, sollte dann der Verkauf gänzlich bis auf eine beliebige Revokation eingestellt werden, 2. dass die Müller hinfüro den Bürgern und Bäckern in der Stadt gegen gewöhnliche Molter mahlen und»zwar bei Straf gleich vor alters(die Frucht?) abholen, keineswegs aber auf den Kauf zu mahlen gelüsten lassen.« Diese beiden Befehle wurden den Zünften in Kopie mitgeteilt und bei dem Herrngebot, das Sonntag den 16. Oktober stattfand, vorgehalten; Montag den 17. wurden sie den sämtlichen Müllern auf der Rente Lahneck durch den Rentmeister Rokoch im Beisein des Gewaltsboten bekannt gegeben.

Am 15. Januar 1664 ³) wird in Gegenwart des Gewaltsboten, des Landrentmeisters, des Rentmeisters sowie sämtlicher kur fürstl. Mainzischer Hof- und Kammerräte durch den Statthalter den vorbeschiedenen Schultheissen der Dorfschaften Budenheim, Mombach, Bretzenheim, Zahlbach, Finthen, Gonsenheim, Heides- heim, Laubenheim, Weisenau, Hechtsheim, Ebersheim, Drais, Marienborn, Ober- und Nieder-Olm, Kleinwinternheim, Gau- bischofsneim und Nackenheim, auch den öfen des Klosters Eberbach, nämlich Birker-, Häuser- und Sandhof, Vorhalt ge macht. Sie seien vermõge des Lagerbuches von 1603, das sich auf der Rente befinde, bei den Fuhren mit ihren eignen Sachen von dem Wegegeld befreit, hätten aber dafür die Wege in dem Burgbann Mainz in gutem Zustand zu erhalten.

Am 7. Februar 1664 wurde im Amtshaus des Vizedominus in dessen Gegenwart sowie unter Beisein des Gewaltsboten, des Rentmeisters und 2 Ratsfreunde u. a. wegen einer Summe verhandelt¹), welche während der schwedischen Wirren vom Hospital zum Floss an die Burse geliefert worden war. Hier- bei erklärte der Rentmeister, den im Hospital vorrätigen Wein ersten Tages versuchen und des Verkaufes halber einen Preis ansetzen zu wollen.

1) V. D. A. 1660 1663 S. 91 b und Ha. 2) Ebenda S. 145a.

3) V. D A. 1664 60 S. 4.

4) V. D. A 1664 60 S. 52.