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und Factor in seinem eignen hauss« wohnt. Vermutlich¹) lag dieses zwischen dem heutigen Karpfen und europäischen Hof. Erstaunlich ist es nicht, wenn Rokoch hier sich an— siedelte; er wohnte dann in unmittelbarster Nähe des Rheines und Kaufhauses sowie des Gasthauses zum Clemannꝰ?), in dem bei Märkten und Messen die Auswärtigen so zahlreich ihre Fuhrwerke einstellten. Zu derselben Zeit besass³) Rokoch bereits auch in der Seilergasse ein Haus, das er aber vermietet hatte.
Frühestens im Jahre 1649 erwarb Rokoch das Haus zum Spiegel, das bis dahin ein Gasthaus gewesen war:i). In der Zeit von 1649 bis spätestens 1657 führte er an Stelle des gekauften Gasthauses jenen interessanten Bau aufb), der heute unter dem Namen»König von England« bekannt, diesen Namen aber niemals hatte, solange er im Besitze der Familie Rokoch war. Als die Stadtaufnahme von 1657 er-— folgte, da war der Spiegel bereits umgebaut; denn es heisst an dieser Stelleé):»Dass hauss zum grossen Spiegel mit seinem begriff, hauss und hoff auch zugehör ist newgebaut und H. Rentmeister Rokoch zuständig Der Kleine Spiegell dar-
1) Die Lage des Rokochischen Hauses wird dadurch bestimmt, dass 751 der Pförtner am eissern thürle, 753 der Bäcker ahm Eissern thürlen innehat. 753a 753 b(die Bezeichnung a u. b ist an Stelle der falsch wiederholten Nr. Nr. 752, 753 gewählt) gehören zur Rente. 755 und 756 liegen am Kaufhnaus. Noch klarer werden die Verhältnisse durch die Stadtaufnahme von 1657. Diese berichtet(Fol. 82a) unter No. 23 von dem Hospital zum heiligen Geiste, unter Nr. 24 vom Rat- haus, unter Nr. 25 von dem Eckhaus zum Loneck(= KRente); bei Nr. 26 heisst es: Zwey Wohnhäuser daneben seint aigen f. Rent-— meister Rokochen. No. 28 ist dann die Wachtstube, die bei dem eisernen Türlein lag. Vergl. auch Schaab, Gesch. l S. 303 Nr. 13.
2) Es nahm den Platz des heutigen Postgebäudes auf dem Brande ein.
3) Stadtaufn. von 1644 unter Nr. 858. Vergleiche die Beilage Il über den Rokochischen Häuserbesitz bei der Seilergasse.
4) Bis zum Jahre 1649 besteht das Gasthaus zum Spiegel. 1645 am 26. Januar verstirbt darin ein französ. Kaufmann Schaakh, dessen Namen aus lsaac verderbt sein sollte. Kirchenb. v. St. Quint. J. S. 221. 1646 am 9. Mai Baptizata est Maria Catharina filia Francisci Schrot, hospitis zum Spiegel. Ebenda S. 167. 1647 8. August. Sepultus Joannes N. pictor ex Flandriae Comitatu huc veniens in domo zum Spiegel. Ebenda S. 223. 1640 22. März(sepulta est) Catharina uxor Francisci Gemez(Semeth) hospitis im Spiegel. Ebenda S. 224.
5) Hierzu stimmt die Bauzahl, die sich auf dem beschieferten Ciebelausbau im Innern des Hofes befindet; sie lautet 1655. Auf sie wurde zuerst von Neeb, Mainzer Kunstdenkmäler!(Privatbesitz) S. 83 hningewiesen.
6) Stadtaufn. von 1657 XXXIX Nr. 7 u. 8; vergl. Beilage Nr. 2.
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