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könnte Büren fälschlich für Düren geschrieben sein; denn diese Stadt gehörte tatsächlich zu dem ehemaligen fHerzogtum Jülich; ausserdem lässt sich in deren Nähe, nämlich in Zülpich, im 17. Jahrhundert die Familie Rokoch nachweisen. ¹) Im Jahre 1639 kommt in Zülpich ein aedilis Engelbertus Rokoch vor; 1690 ist ein Joannes Rokoch vicepastor eccle— siarum Langendorf et Mergenich(bei Zülpich). Sollte Rokoch zu den Genannten gehöõren, so entstammte er einer Familie, in der eine gewisse Wohlhabenheit herrschte, und die in engerem Kreise Ansehen genoss. Dazu würde vorzüglich die Bildung passen, die sich in den Briefen Edmund Rokochs deutlich offenbart.
Die Angabe über Rokochs Stand ist an sich vieldeutig. Denn der Krämer gab es verschiedene. Einzelne verkauften Tuch, andere Spezereien, wieder andere Mehl, noch andere handelten mit Wein. Nirgends findet sich Bestimmtes über die Gegenstände, mit denen Rokoch Handel trieb; vielmehr sind wir in dieser Beziehung auf Schlüsse angewiesen.
1642 macht Rokoch im Auftrag des Mainzer Kurfürsten grössere Weineinkäufe;²) 1656 kauft³) er die Zehentweine, welche dem Domkapitel in der Gemeinde Hochheim ge— wachsen waren. 1664 am 7. Februar wird in der Rats— sitzung davon gesprochen), dass in dem bürgerlichen Fospital zum Floss Wein vorrätig sei, und dazu bemerkt, Rokoch wolle ihn ersten Tages versuchen und des Verkaufes halber einen Preis ansetzen. 1674 wird einem Rokochischen Wingertsmann im Abtsgarten ein Almosen gespendet.5⁵) Auch lernen wir zwei Wingertsleute kennen, die bei Rokoch in Diensten standen. ³) Alle diese Umstände drängen zu der An— nahme, dass Rokoch einen umfangreichen Weinhandel be—
dorf, dessen Vorstand auch bereits auf Düren hinwies. In dem Stadt-— archiv zu Düren fand der Stadtarchivar Prof. Dr. Schoop den Namen Rokoch nicht. Auch in Büren in Westfalen kommt der Name Rokoch nach bereitwilliger Auskunft des Stadtpfarrers Huttemann sowie der Bürgermeisterei nicht vor; ebensowenig besitzt das Staatsarchiv in Münster unter den Akten der Stadt Büren Archivalien, die den Namen Rokoch enthielten.
1) Die nachfolgenden Bemerkungen über die Rokochs in Zülpich verdanke ich der Liebenswürdigkeit des Herrn Pfarrers Rokoch in Liedberg bei Neuss.
2) Gütige Mitt. des Frankfurter Stadtarchives.
3) M(ainzer) D(omkapitels) P(rotokolle)(Würzburger Kreisarchiv) Bd. 35 S. 8a f.
4) V. D. A. 1664— 69 S. 52.
5) V. D. A. 1670— 75 S. 244b zu 18. April 1674.
6) Kirchenbuch von St. Quintin S. 202 zum 18. Februar 1663. Stadtaufnahme von 1657 Fol. 167a Nr. 77.


