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Kaufmann zog Emund Rokoch in Mainz ein, als Besitzer be— deutender Liegenschaften und sehr ansehnlicher Geldmittel, als erster Bürger sowie als kurfürstlicher Rentmeister und Kammerrat fand Rokoch nach etwa vierzigjährigem Ringen und Schaffen in dieser Stadt seine letzte Ruhestätte. Zwar ist diese heute vergessen; aber noch legen die erwähnten zwei Bauwerke von seinem Reichtum und Geschmack Zeugnis ab. Auch urkundliche Nachrichten haben sich erhalten¹), die von diesem Manne ein ziemlich geschlossenes Bild geben, die Rokoch als aussergewöhnlich hervorragenden Vertreter des älteren deutschen Bürgertums kennzeichnen.
Emund Rokoch als Kaufmann.
Während die Schweden Mainz besetzt hielten,(23. XlII. 1631— 9. J. 1636), wanderten 38 neue Bürger in die Stadt ein?), unter diesen»Emundt Rokoch, Krämer«.³¹) Da diese von dem schwedischen Schultheissen in Pflicht genommen wurden, so mussten sie nach dem Abzuge der Schweden am 6. Mai 1637 aufs neue den Bürgereid leisten. ⁴)
Als Heimat Rokochs wird an zwei verschiedenen Stellen Büren angegeben. Als sich Rokoch am 4. Juli 1633 zu St. Quintin in Mainz trauen lässt, wird er als filius Wilhelmi civis Bürensis in das Trauregister eingetragen.;¹⁵⁴) 1650 fand dann auf Kosten Rokochs eine weitgehende Restauration der Quintinskirche statt. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Urkunde in das Haupt des Crucifixus einge— schlossen.“⁰) Diese bezeichnet Rokoch als ex Beurn Juliacensis Ducatus oppido oriundus. Ein Beuren oder Büren in dem Herzogtum Jülich hat es aber nie gegeben.?) Es liegt also in dieser Angabe irgendwie ein Irrtum vor. Es
1) Für liebenswürdiges Entgegenkommen ist der Verfasser den Stadtarchiven in Frankfurt und Strassburg, dem Königlichen Staats- archiv in Wiesbaden, dem Königlichen Kreisarchiv in Würzburg und in besonderer Weise der Mainzer Stadtbibliothek zu Dank verpflichtet.
2) Vice) D(ominats) A(kten). Mainz. Stadtbibl. Bd. 1625—45 S. 296 ff.
3) Ebenda S. 297.
4) Ebenda S. 206. Am Rande links oben steht: 6. May iuraverunt.
5) Kirchenbücher von St. Quintin.(Mainz. Standesamt). l S. 21.
6) Forschner, Gesch. der Pfarrei und Pfarrkirche St. Quintin S. 40 f.
7) Gütige Mitteilung des Königlichen Staatsarchivs in Düssel


